Berufspolitik

"Psychische Leiden sind regional fast gleich verteilt"

BERLIN (HL). Die Deutsche Psychotherapeuten-Vereinigung widerspricht energisch Aussagen des Morbiditäts-Atlas der Barmer GEK, wonach ein Zusammenhang zwischen der Zahl der Psychotherapeuten in einer Region und der dortigen psychischen Morbidität bestehen soll. Dies sei ein verbreitetes Vorurteil.

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Tatsächlich würden die meisten Depressionsdiagnosen von Hausärzten festgestellt; die Anzahl der Diagnosen, die von Psychotherapeuten gestellt würden, falle hingegen nicht ins Gewicht.

Nach dem Bundesgesundheitssurvey sind Menschen in strukturschwachen ländlichen Regionen nicht wesentlich seltener psychisch krank als in Großstädten.

Auch internationale Untersuchungen lieferten keinen Hinweis auf Prävalenzunterschiede in Abhängigkeit von der regionalen Verdichtung.

Nicht die reale Morbidität dargestellt

Im Morbiditäts-Atlas, so die Psychotherapeuten-Vereinigung, werde nicht die reale Morbidität, sondern nur die Zahl der diagnostizierten Erkrankungen dargestellt.

Somit dokumentiere der Atlas lediglich die hausärztliche und psychotherapeutische Unterversorgung in jenen Gebieten, in denen eine geringere Krankheitslast diagnostiziert worden ist.

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