Berufspolitik

Psychotherapeuten verurteilen jede Form von Folter

BREMEN (cben). Der Deutsche Psychotherapeutentag in Bremen hat sich Ende Mai in einer Proklamation entschieden gegen jede Form der Folter ausgesprochen.

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"Für Psychotherapeuten gibt es keine Rechtfertigung, sich an Folter oder der Erforschung und Entwicklung von Foltertechniken zu beteiligen", heißt es in einer Mitteilung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). "Seit dem 11. September 2001 ist Folter selbst für demokratische Staaten wieder einer Versuchung" erklärte Professor Rainer Richter, Präsident der BPtK. "Die Ablehnung jeglicher Folter bleibt jedoch auch im Krieg und bei Terrorabwehr ein unverzichtbares zivilisatorisches Gebot", heißt es in der Proklamation.

Mit ihrer Resolution beziehen sich die Delegierten des Psychotherapeutentages auf die Vorkommnisse in Guantánamo und in dem Gefängnis Abu Ghuraib in der Nähe Baghdads. "Psychologen waren an Verhören unmittelbar beteiligt", erklärten die Psychologen in Bremen, "sie arbeiteten mit Militärs in so genannten Behavioral Science Consultance Teams" (BSCT) zusammen, um die "geistige Gesundheit und Schwächen" der Gefangenen zu untersuchen und Verhöre zu planen. "Psychologen machten sich damit zu Komplizen bei Folter", hieß es. Folter verursache vor allem seelische Verletzungen, die häufig ein Leben lang spürbar bleiben.

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