Rettungsassistenten verstärken Notfalldienst in Hamburg

HAMBURG (di). Der ärztliche Notfalldienst in Hamburg wird modernisiert. Mit der Umstellung sollen die Ärzte schneller zum Einsatzort kommen und vor Ort mehr Unterstützung erhalten.

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Ein Rettungsassistent des fahrenden Notdienstes in Hamburg mit Einsatzfahrzeug. Die Assistenten sollen die Ärzte fahren und bei Bedarf unterstützen.

Ein Rettungsassistent des fahrenden Notdienstes in Hamburg mit Einsatzfahrzeug. Die Assistenten sollen die Ärzte fahren und bei Bedarf unterstützen.

© Foto: di

Dazu arbeitet die KV ab Juli mit einem neuen Partner zusammen: Die private Firma G.A.R.D. löst eine Taxifirma ab, die bislang die diensthabenden Ärzte zum Einsatzort gefahren hat. Stattdessen werden Ärzte nun von Einsatzfahrzeugen abgeholt, die von Rettungsassistenten gefahren werden und deren Routen über GPS-Steuerung ein schnelleres Eintreffen beim Patienten ermöglichen. Der Arzt kann vor Ort entscheiden, ob er auf die Unterstützung des Rettungsassistenten zurückgreifen will.

Den Auftrag zur Modernisierung des fahrenden Notdienstes hatte die Vertreterversammlung vor rund zwei Jahren gegeben. Nach einer europaweiten Ausschreibung mit mehreren Interessenten hatte sich das Hamburger Unternehmen durchgesetzt.

"Die Kosten liegen in der Größenordnung wie zuvor, dafür erhalten wir besseren Service, mehr Technik und die Fahrzeuge sind im Straßenverkehr leichter zu erkennen", sagte KV-Vize Walter Plassmann.

Das Unternehmen hält insgesamt 16 Einsatzfahrzeuge nur für den Hamburger Notdienst vor. Um die schnelleren Einsatzzeiten zu erreichen, wurde die bislang geltende Einteilung in Notdienstbezirke aufgehoben. Aus der Honorarverteilung der Ärzte werden jährlich rund zwei Millionen Euro für den Notfalldienst bezahlt. Außer dem fahrenden Dienst gibt es auch zwei Notfallpraxen in Altona und Farmsen sowie einen kinderärztlichen Notfalldienst. Zusammen versorgen die Dienste außerhalb der Sprechzeiten jährlich rund 120 000 Patienten.

An den Leistungen hatte es zuletzt öffentliche Kritik gegeben. Plassmann verwies aber darauf, dass die Zahl der Beschwerden mit rund 60 im Jahr im Verhältnis zur Gesamtzahl der Einsätze gering ist.

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