Erster Fall im Saarland

SARS-Cov-2: Mobile Teams sollen Hausbesuche machen

Nach dem ersten Fall eines positiv getesteten Patienten kündigt der Krisenstab die Bildung mobiler Teams an, die Hausärzte entlasten sollen.

Von Dr. Michael Kuderna Veröffentlicht: 04.03.2020, 15:59 Uhr

Saarbrücken. Das Corona-Virus hat die Universitätsklinik des Saarlandes erreicht. Am Dienstag wurde ein 50-jähriger Arzt der Kinderklinik positiv getestet. Die Klinik wird aber wegen ihrer regionalen Bedeutung und ihrer Verbindung mit der Frauenklinik nicht geschlossen.

Wie Gesundheitsministerin Monika Bachmann und Staatssekretär Stephan Kolling als Leiter des Krisenstabs erklärten, hat der Arzt am Dienstag an sich selbst Symptome beobachtet und sich daraufhin testen lassen. Es gehe ihm gut und er werde nun in der Klinik behandelt. Der Ansteckungsweg ist noch ungeklärt. Möglicherweise habe er sich am vergangenen Freitag auf einem Ärztekongress in Frankfurt infiziert, wo er zu einem positiv-getesteten Arzt aus Berlin Kontakt hatte.

Nun sollen zügig alle Kontaktpersonen ermittelt und getestet werden. Unterdessen können sich die niedergelassenen Ärzte im Saarland auf rasche Entlastung einstellen. Kolling kündigte für die nächsten Tage die Bildung mobiler Teams an. Sie sollen künftig bei Verdachtsfällen zu Hause Abstriche vornehmen, um damit Hausärzte und ihre Praxen zu schonen.

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