Erster Fall im Saarland

SARS-Cov-2: Mobile Teams sollen Hausbesuche machen

Nach dem ersten Fall eines positiv getesteten Patienten kündigt der Krisenstab die Bildung mobiler Teams an, die Hausärzte entlasten sollen.

Von Dr. Michael KudernaDr. Michael Kuderna Veröffentlicht:

Saarbrücken. Das Corona-Virus hat die Universitätsklinik des Saarlandes erreicht. Am Dienstag wurde ein 50-jähriger Arzt der Kinderklinik positiv getestet. Die Klinik wird aber wegen ihrer regionalen Bedeutung und ihrer Verbindung mit der Frauenklinik nicht geschlossen.

Wie Gesundheitsministerin Monika Bachmann und Staatssekretär Stephan Kolling als Leiter des Krisenstabs erklärten, hat der Arzt am Dienstag an sich selbst Symptome beobachtet und sich daraufhin testen lassen. Es gehe ihm gut und er werde nun in der Klinik behandelt. Der Ansteckungsweg ist noch ungeklärt. Möglicherweise habe er sich am vergangenen Freitag auf einem Ärztekongress in Frankfurt infiziert, wo er zu einem positiv-getesteten Arzt aus Berlin Kontakt hatte.

Nun sollen zügig alle Kontaktpersonen ermittelt und getestet werden. Unterdessen können sich die niedergelassenen Ärzte im Saarland auf rasche Entlastung einstellen. Kolling kündigte für die nächsten Tage die Bildung mobiler Teams an. Sie sollen künftig bei Verdachtsfällen zu Hause Abstriche vornehmen, um damit Hausärzte und ihre Praxen zu schonen.

Mehr zum Thema

Kabinettsbildung

Karl Lauterbach wird Gesundheitsminister

Leitartikel zum neuen Gesundheitsminister

Scholz bringt Wissenschaft gegen Populismus in Stellung

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Viele positive Reaktionen auf Karl Lauterbachs Nominierung zum Bundesgesundheitsminister. Aber auch große Erwartungen.

© Michael Kappeler/dpa

Gesundheitsfachleute zum neuen Gesundheitsminister

„Wir als Ärzteschaft wissen, was wir an Lauterbach haben“

Scholz bringt Wissenschaft gegen Populismus in Stellung

© Michaela Illian

Leitartikel zum neuen Gesundheitsminister

Scholz bringt Wissenschaft gegen Populismus in Stellung

Eine gute Stimmung im Team: Das ist nicht in allen Praxen der Fall. Bei Konflikten sollten die Parteien sich selbst hinterfragen, empfiehlt eine Psychologin. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

MFA

Praxissegen hängt schief? Fünf Wege aus der Harmoniefalle