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Schluss mit der "Misstrauenskultur"!

WESTERLAND(di). Viele Probleme der Ärzte finden sich auch bei anderen Heilberufen. Die Zahnärzte im Norden fordern jetzt von der Politik mehr Vertrauen in die Heilberufe und die Einhaltung von Wahlversprechen.

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"Die Gesundheitspolitiker sollen uns sagen, was für die gesetzliche Krankenversicherung ausgegeben werden soll - wir sagen, was wir dafür leisten können", regte der neue Präsident der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein, Dr. K. Ulrich Rubehn auf einer Fortbildungstagung in Westerland auf Sylt an. Zugleich verteidigte Rubehn die Haltung der Zahnärzte, den Patienten auch Therapien und Verfahren anzubieten, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht bezahlt werden.

Rubehn forderte die Politik auf, "das konstitutive Misstrauen gegenüber den Heilberufen zu beenden". Sein Hamburger Pendant Professor Wolfgang Sprekels schloss sich der Kritik an und forderte, zu erwartende Wahlversprechen wie Abschaffung des Gesundheitsfonds, leistungsgerechte Erhöhung der Honorare und weniger Bürokratie einzuhalten.

Der Kammerpräsident machte allerdings deutlich, dass die Zahnärzte keine großen Hoffnungen haben, dass ihre Anregungen aufgenommen werden: "Unsere Kritik am derzeitigen Gesundheitssystem perlt an der großen Koalition ab wie von einer Teflonpfanne."

Die Tagung auf Westerland ist mit über 1500 Zahnärzten eine der wichtigsten Fortbildungsveranstaltungen in Deutschland. Dabei beschäftigen sich die Zahnärzte auch mit medizinischen Themen wie etwa Stammzellforschung. Die starke Resonanz auf die von der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein organisierte Veranstaltung zeigt nach Ansicht Rubehns, dass ein "strafbewehrter Fortbildungszwang" unangebracht ist - dieser wurde mit der jüngsten Gesundheitsreform angestoßen.

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