Berufspolitik

Schulsport für mehr Ausgeglichenheit

Koordinationstraining im Hindernisparcours auf dem Schulhof: Ein Verein in NRW wirbt mit einem Programm für mehr Bewegung bei Schülern.

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KÖLN (acg). Nach dem Sport sind die Grundschüler ausgeglichener, lernfreudiger und prügeln sich nicht so häufig auf dem Pausenhof. Deshalb startet der Verein "Klasse in Sport -Initiative für täglichen Schulsport" (KiS) in Zusammenarbeit mit dem Schulministerium in Nordrhein-Westfalen eine Sportkampagne als sogenannte Public-Private-Partnership: Gemeinsam mit Unternehmen aus der Wirtschaft, anderen Verbänden und Organisationen wollen sie interessierten Grundschulen in NRW ein tägliches Sportprogramm außerhalb des normalen Unterrichts anbieten.

Die Schüler können sich nach dem regulären Unterricht auf dem Hindernisparcours austoben und dabei Schnelligkeit, Koordination und Gleichgewicht trainieren. Dabei steht der Spaß an Bewegung im Mittelpunkt. Das Programm zeigt aber auch handfeste Resultate. KiS hat in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln eine Studie durchgeführt. "Sie hat gezeigt, dass Kinder, die regelmäßig an dem zusätzlichen Sportangebot teilnehmen, körperlich fitter, aber auch motivierter beim Lernen sind und bessere Lernergebnisse zeigen", sagt Vereinssprecher Ralf-Peter Riebschläger. Seit 2006 betreut der Verein 50 Schulen deutschlandweit.

Von dem Angebot profitieren aber nicht nur die Schüler. Denn betreut werden sie von ihren Lehrern, denen KiS Fortbildungen und die zusätzlichen Stunden bezahlt. So erhalten sie zusätzliche Schulungen für den Sportunterricht. "Viele Lehrer an Grundschulen, die Sport unterrichten, sind eigentlich fachfremd", sagt Riebschläger. "Sie freuen sich dann, auch für den Alltag was dazuzulernen."

Das Schulprojekt ist langfristig angelegt und will die Eltern mit einbeziehen. In Elternabenden informiert der Verein über gesunde Ernährung und Prävention. "Wir richten uns deshalb an Grundschüler, weil wir eine gesunde Lebensführung möglichst früh vermitteln wollen", sagt Riebschläger.

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