Seehofer sieht die GOÄ als Modell auch für die GKV

NÜRNBERG (sto). Die private Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sollte nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident und CSU-Parteivorsitzendem Horst Seehofer auf die GKV übertragen werden.

Veröffentlicht:

Bei einem gesundheitspolitischen Fachkongress seiner Partei in Nürnberg erklärte Seehofer, das sei beim Zahnersatz so gelaufen und habe die jahrelangen Streitereien mit den Zahnärzten beendet. Die Ärzte müssten so betrachtet werden, wie jeder andere freie Beruf auch.

"30 Jahre Gesundheitsreformen haben zu Rissen im Gesundheitssystem geführt", erklärte Seehofer. Damit müsse nun ein Ende sein. Die CSU wolle innehalten und grundsätzlich über die künftige Gestaltung des Gesundheitswesens nachdenken. "Wir brauchen einen Neustart", sagte Seehofer. Dabei dürfe man sich nicht in Details verzetteln, sondern müsse die große Linie sehen.

Eines der Prinzipien sei für die CSU dabei die Stärkung der Freiberuflichkeit, ohne die es die hohe Qualität der medizinischen Versorgung nicht gäbe. Aus diesem Grund müsse auch die Budgetierung der Honorierung endlich beendet werden, forderte er. Seehofer bekannte sich zum Paragrafen 73b SGB V, der im Bundesgebiet allerdings politisch miserabel umgesetzt werde. Haus- und Fachärzte dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. "Der 73b bleibt, von der CSU wird es keine Stimme für die Abschaffung des Paragrafen geben", sagte Seehofer.

Der Ministerpräsident kündigte an, Bayern werde den Gesundheitsfonds infrage stellen, wenn es keine Regionalisierung gebe. Dafür werde man "beinhart kämpfen".

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Der bayerische Märchenonkel

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Übergangsfinanzierung für Kliniken in der Kritik

Grünen-Politikerin warnt vor teuren Subventionen für Krankenhäuser

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cyberangriffe & Co.

So reagieren Arztpraxen im IT-Notfall richtig

Gendermedizin

Lena Marie Seegers: Ein Herz für Frauenherzen

Evolution der Therapiesteuerung

Diabetesmanagement: Das Ende des HbA1c-Werts?

Lesetipps
Madrid bei Sonnenuntergang.

© Shansche / Getty Images / iStock

Vorschau aufs Wochenende

Herzkongress ESC 2025: Diese neuen Studien stehen im Blickpunkt

Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte

© Daniel Karmann/dpa

Stichtage rücken näher

Warum es sich für Praxen lohnt, vor dem 1. Oktober in die ePA einzusteigen