KV UND FACHÄRZTE

"Sonderbehandlung, Klientelpolitik und Wahltaktik"

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Jenseits des Hausärzteverbandes hat der Kompromiss zwischen CSU, Staatsregierung und Hausärzteverband Empörung ausgelöst.

Die KV spricht von einer Sonderbehandlung einzelner Arztgruppen aufgrund von wahltaktischen Erwägungen. Das sei nicht nur unsolidarisch, sondern torpediere auch den Wettbewerb durch die Schaffung eines faktischen Anbietermonopols des Hausärzteverbandes.

Klientelpolitik aus Angst vor dem Verlust der absoluten Mehrheit bei den Landtagswahlen im September wirft Dr. Thomas Scharmann von der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) der Landesregierung vor.

Seit dem Wechsel in der Staatskanzlei habe die "Missachtung fachärztlicher Probleme im Flächenland Bayern und das Desinteresse an dem existenzbedrohenden Honorarverlust der Versorgerfachärzte dramatisch zugenommen", so Scharmann. Die GFB werde jetzt die Fachärzte über die Rolle der Staatskanzlei und der CSU-Spitze informieren und den Widerstand an der Basis auf die CSU fokussieren.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, der nach eigenen Angaben rund 90 Prozent der Pädiater in Bayern und bundesweit vertritt, stellt fest, dass der Hausärzteverband weder in Bayern noch im Bundesgebiet befugt sei, für Kinderärzte Verträge nach Paragraf 73 b abzuschließen. Wenn die Politik weiterhin Wert auf eine qualifizierte Versorgung von Kindern und Jugendlichen lege, dann dürfe sie dem wahltaktischen Geplänkel aus Bayern nicht nachgeben. Der Verband möchte eigenständige Verträge mit den Kassen abschließen. (sto/HL)

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