Südwest-Ärztetag

Staat soll für Klinikextras zahlen

Ob Beauftragte für DRG, Fortbildung oder Datenschutz: Der Staat gibt den Kliniken Zusatzaufgaben, die aus den Fallpauschalen bezahlt werden sollen. Die Delegierten der Landesärztekammer sagen: Nein, diese Aufgaben müssen separat refinanziert werden.

Veröffentlicht:

REUTLINGEN. Die Landesärztekammer (LÄK) Baden-Württemberg spricht sich dafür aus, dass Kliniken vom Gesetzgeber auferlegte Zusatzaufgaben separat vergütet werden müssen.

Die Mittel für Qualifizierung und Vergütung dieser Aufgaben, die zumeist Fachärzten übertragen werden, könnten nicht aus den Fallpauschalen finanziert werden, heißt es in einer Entschließung der Vertreterversammlung der LÄK in Reutlingen.

Als Beispiele wurden Aufgaben wie Weiterbildung, Fehlermanagement, QS-Datenbearbeitung oder Hygienebeauftragte angeführt.

Als unzureichend bewerteten die Delegierten das DRG-System auch mit Blick auf die notwendige Personalausstattung der Krankenhäuser. Hier sei der Gesetzgeber gefragt, um eine Mindestpersonalbemessung der Krankenhäuser vorzugeben.

An die medizinischen Fakultäten im Südwesten appellierten die Delegierten, die Kriterien für die Vergabe der Medizin-Studienplätze zu modifizieren. Die Versorgung müsse im Mittelpunkt stehen, daher sollten andere Merkmale als nur die Abiturnote die Auswahl steuern, hieß es.

Vielmehr sollten "Eignung, Leistung und auch die Begeisterung für den Arztberuf" das Auswahlverfahren leiten, betonten die Delegierten. (fst)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Medizinische Rehabilitation

Wie Ärzte beim beim Reha-Antrag unterstützen können

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Lesetipps
Diabetespatientin spritzt sich Insulin mit Insulinpen

© Goffkein / stock.adobe.com

Wenig bekannte Insulinkomplikation

Vorsicht bei Insulininjektionen: Nicht immer dieselbe Stelle nehmen

Eine kalorienarme, pflanzenbasierte Kost für mehrere Tage am Stück pro Monat kann Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn bei der Remission helfen.

© rh2010 / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?