Streik an der Charité: Kein Ende in Sicht

BERLIN (ami). Im Streik bei der Tochtergesellschaft Charité Facility Management (CFM) der Berliner Universitätsklinik sind die Fronten verhärtet. Weder die Gewerkschaft Verdi noch die Arbeitgeberseite sehen eine Einigung in greifbarer Nähe.

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Die Servicekräfte von Deutschlands größter Uniklinik streiken bereits seit fast drei Wochen. Verdi beklagte zeitweise, dass der Sicherheitsdienst der CFM die Arbeitskampfmaßnahmen behindert. Die Gewerkschaft kritisierte auch den Berliner Senat, weil er untätig zusehe.

Sie hat ein "Schwarzbuch Charité CFM" herausgebracht. "Die CFM-Geschichte ist ein Beispiel für die Auswirkungen von Spar- und Privatisierungsvorhaben der öffentlichen Hand", so Verdi.

Im Krankentransport angeblich Wartezeiten bis zu zwei Stunden

Der Streik hat nach Angaben der Gewerkschaft deutliche Auswirkungen. Verdi erweist unter anderem auf erhebliche Engpässe und zeitliche Verzögerungen bei der Essensversorgung. Im Krankentransport gebe es mitunter Wartezeiten von bis zu zwei Stunden.

Auch der Müll werde nicht abtransportiert. Für die rund 2000 Mitarbeiter der CFM fordert Verdi einen Tarifvertrag und Lohnzuwächse von 168 Euro pro Monat.

Ärzte nicht betroffen

Vom Streik der Ärzte an den Unikliniken ist die Charité nicht betroffen. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat zudem angekündigt, dass sie in Berlin wegen der besonderen Situation der finanziell angeschlagenen Charité nicht die gleichen Forderungen stellen wird wie bei den aktuellen bundesweiten Tarifverhandlungen für die Ärzte an Uniklinika.

Der Charité-Vorstand hatte aber seinerseits auch bereits angekündigt, dass er von der Ärztegewerkschaft in diesem Jahr Bescheidenheit erwartet.

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