Berufspolitik

Union setzt bei GKV-Umbau auf Evolution

BERLIN (hom/ble). Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, hat vor Schnellschüssen beim geplanten Umbau der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gewarnt.

Veröffentlicht:

Eine komplette Umstellung auf die vom Koalitionspartner FDP angestrebte Gesundheitsprämie sei nur über einen "milliardenschweren, steuerfinanzierten Sozialausgleich möglich", sagte Spahn im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". "Wenn das Geld aber nicht da ist, kann es Sinn machen, in kleinen Schritten zu beginnen und den Weg über den Zusatzbeitrag zu gehen", sagte der CDU-Politiker.

Langfristig müsse der Einstieg in eine lohnunabhängige Finanzierung der GKV gelingen. "Wie groß dieser Einstieg im ersten Schritt wird, muss man sicher auch im Lichte der Weltwirtschaftskrise und der Haushaltslage betrachten." Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) verständigten sich indes darauf, den Steuerzuschuss für die Kassen wegen krisenbedingter Ausfälle in 2010 einmalig um 3,9 Milliarden Euro zu erhöhen.

Mit Blick auf die umstrittene Honorarreform kündigte Spahn an, die Koalition werde über Fehlentwicklungen reden. Ein Flop sei das Ganze aber nicht gewesen.

Spahn war vergangenen Donnerstag zum gesundheitspolitischen Sprecher der Unionsfraktion gewählt worden (wir berichteten kurz). Mit 100 Stimmen hatte er sich in einer Kampfabstimmung gegen Dr. Rolf Koschorrek durchgesetzt.

Mehr zum Thema
Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Coronakrise hat den Pflegekräften an der Charité zugesetzt. Um sie zu unterstützen, gehören inzwischen zehn Psychologen zum Team. Sorgen können dadurch unkompliziert in den Pausen angesprochen werden.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Supervision an der Kaffeetasse

Wie die Charité ihren COVID-Kräften Beistand leistet

Diagnose Krebs

© Marco2811 / stock.adobe.com

Regionale Prävalenz

So häufig kommt Krebs in den einzelnen Städten und Landkreisen vor