"Unsere Hand bleibt ausgestreckt"

WUPPERTAL (vdb). Die neue Barmer/GEK will ihre mächtige Position als größte bundesdeutsche Kasse nicht ausnutzen. Im Gegenteil: Sie setzt vielmehr auf die neu gewonnene "Gestaltungskraft" und sieht darin Vorteile sowohl für Ärzte als auch für Patienten.

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Das kündigt Dr. Johannes Vöcking, Vorstandsvorsitzender der Barmer im Interview mit der "Ärzte Zeitung" an. Beispiel: Hausarztverträge. Dieses Kapitel ist für den Barmer-Chef längst nicht abgeschlossen. "Neben der rechtlichen Problematik waren wir auch mit den Inhalten des Barmer-Hausarztvertrages nicht mehr zufrieden. Das wollten wir ändern." Auch wenn dies abgelehnt worden sei, "bleibt unsere Hand ausgestreckt".

Einen größeren Handlungs- und Gestaltungsspielraum verspricht sich Vöcking auch im Verhältnis zum GKV-Spitzenverband. Dabei sollte sich nach seiner Meinung der Spitzenverband stärker auf seine koordinierende Rolle konzentrieren. Mit Blick auf die neue Bundesregierung fordert der Barmer-Vorsitzende, dass Schwarz-Gelb am Gesundheitsfonds festhalten sollte. Nach seiner Meinung sollte allerdings die Ein-Prozent-Regelung fallen. Damit werde ein Bürokratiemonster geschaffen, das unnötig Geld kostet. Sinnvoller sei es, einen Aufschlag auf den Versicherten-Sonderbeitrag von 0,9 Prozent zu veranschlagen. Darüber sollten die Krankenkassen selbst entscheiden dürfen.

Lesen Sie dazu auch das Interview: Dr. Johannes Vöcking: Ärzte werden von Kassen-Fusion profitieren

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