Verbände gehen in Berlin gegen RLV auf die Barrikaden

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BERLIN (inh). Sofortige Korrekturen bei der Honorarreform fordern Medi Berlin und der Hausärzteverband Berlin und Brandenburg (BDA). In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) und KBV-Chef Dr. Andreas Köhler fordert Medi, "die völlig unsinnige Honorarentwicklung in der ambulanten Medizin" zu beenden.

Mit Blick auf die Fallwerte für das erste Quartal 2010 sieht Medi eine angemessene haus- und fachärztliche Grundversorgung nicht mehr gewährleistet. Die RLV-Fallwerte sind im Vergleich zum ersten Quartal 2009 bei fast allen Fachgruppen gesunken.

So verminderte sich der Fallwert für Pneumologen in Berlin im Vergleich zu Anfang 2009 um rund 26 Prozent auf 39,90 Euro. Die durchschnittliche Fallzahl stieg von 1106 auf 1140. Bei hausärztlichen Internisten beträgt der Fallwert für das erste Quartal rund 31 Euro, zuvor waren es 35,67 Euro.

Der BDA spricht von einer "Verhöhnung hausärztlicher Leistung" und kündigt an, juristisch gegen das zugewiesene RLV vorzugehen. Kritik übt er am Berliner KV-Vorstand, von dem er als "Minimalleistung" einen Erklärungsversuch für die RLV-Senkung erwartet hätte. Die KV wies den Vorwurf zurück: Vorstandsvize Uwe Kraffel habe sowohl in der Vertreterversammlung als auch vor dem beratenden Fachausschuss Rede und Antwort gestanden.

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