Kommentar

Viel zu lange gejammert

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Das Buhlen um den ärztlichen Nachwuchs ist in vollem Gange. Flexible Strukturen, guter Verdienst, Kooperationsmöglichkeiten an zahlreichen Standorten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – wer sich heute nach abgeschlossener Weiterbildung mit seiner Zukunft beschäftigt, hat die Wahl.

Die Aussichten sind so vielfältig, dass Angehörige anderer Berufe staunen. Nur die Stimmung auf vielen Kongressen passt nicht dazu. Vermeintliche Gängelung durch die KVen, Klagen über nicht angemessene Vergütung, Angst vor Regressen und zu hohe Anspruchshaltung der Patienten: Es gibt viele Kritikpunkte, die Ärzte aus ihrem Arbeitsalltag berichten – zu Recht!

Wenn Rahmenbedingungen Versorgung erschweren, muss an ihrer Verbesserung gearbeitet werden. Das darf aber nicht dazu führen, dass ärztliche Tätigkeit pauschal als unattraktiv, mies bezahlt und ausgebeutet dargestellt wird. Beim Versorgungsforschungstag in Hamburg wurde endlich öffentlich, dass einige Standesvertreter überzogen und dem Image der eigenen Fachrichtung massiv geschadet haben.

Der Nachwuchsmangel ist auch hausgemacht. Verbände und jeder einzelne Arzt sind jetzt in der Pflicht, transparent Bedingungen zu schildern – damit nach der "Dekade des Jammerns" keine rosarote Brille aufgesetzt wird.

Lesen Sie dazu auch: Werben für die Niederlassung: Viele Mühen laufen ins Leere

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Digitale Integration: In der elektronischen Patientenakte sollen sämtliche Befunde, Verordnungen und Behandlungsstationen eines Patienten gespeichert werden. Den mündigen Umgang damit, müssen viele erst noch lernen.

© Andrea Gaitanides / stock.adobe.com

Datenschutz im Praxisalltag

ePA 2026: Schutzlücken bleiben – wie sie im Alltag umschifft werden können