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Kommentar

Wasser auf die Apothekermühlen

Ruth NeyVon Ruth Ney Veröffentlicht:

Das Gutachten der Sachverständigen zum Gesundheitswesen gießt Wasser auf die Mühlen der Apotheker. Diese bemühen sich schon lange, mehr als Arzneimittelfach- denn als Kaufleute ernst genommen zu werden, die ihren Part bei der medikamentösen Versorgung von Patienten gemeinsam mit Ärzten erfüllen. Explizit wird nun in dem Gutachten die Notwendigkeit betont, die "Arzneimitteltherapie unter Beteiligung der Apotheken in eine fachübergreifende Zusammenarbeit ... zu integrieren".

Aussagen wie diese deuten eine Wende bei der Bewertung apothekerlicher Kompetenzen im Sachverständigenrat an. Selten wurde so deutlich davon gesprochen, dass Apotheken die Verantwortung für die - auch wirtschaftliche - Auswahl und Bereitstellung der Arzneimittel übernehmen sollen. Außerdem sollen sie sich an der pharmazeutischen Betreuung von Patienten beteiligen. Für eine intensivere Kooperation zwischen Ärzten und Apothekern werden damit politisch Türen aufgestoßen, und das ist gut so.

Getrübt werden dürfte die Freude der Apotheker durch den Hinweis, dass bei den vielfältigen Möglichkeiten der Kooperationen der Besitzstand der Apotheke keine erkennbare Rolle spiele. Das lässt Spielraum für politische Entscheidungen zum Fremdbesitz.

Hier geht‘s zum PDF des Gutachtens

Lesen Sie dazu auch: Der Hausarzt als Lotse - die bessere Versorgung ist nirgendwo belegt

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