Web 2.0 - eine Herausforderung für Ärzte

BERLIN (ble). Die Weiterentwicklung des Internets zum interaktiven und nutzergeprägten Web 2.0 wird Ärzte vor neue Herausforderungen im Umgang mit ihren Patienten stellen. Davon geht Dr. Jörg Burkowitz von der auf Gesundheitsfragen spezialisierten Beratungsfirma Alpha Care aus Celle aus.

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So erwartet Burkowitz, dass das täglich wachsende, auch durch Patienten erweiterte Informationsangebot aus dem Arzt als Wissensvermittler zunehmend einen Wissensbewerter machen wird. Zudem verlangten internetaffine Patienten auch von ihren Ärzten eine stärkere Kommunikation über das Medium Internet, sagte Burkowitz auf dem 2. Kongress Gesundheitskommunikation in Berlin. Das erweiterte Informationsangebot dürfte ihm zufolge schließlich auch zu einer höheren Erwartungshaltung der Patienten an Therapien und damit auch an die Ärzte führen.

Bereits heute nutzten etwa sechs von zehn Bundesbürgern das Internet auch als Quelle für Gesundheitsinformationen, sagte Burkowitz. Jeder Dritte nutze das Internet hierfür mindestens einmal im Monat. Etwa 17 Prozent der Bundesbürger beteiligt sich an Diskussionsforen aller Art, immerhin knapp jeder Zehnte schreibe in eigenen oder fremden Blogs Beiträge oder Kommentare.

Als Schrittmacher für das Mitmach-Web im Gesundheitsbereich nannte Burkowitz Angebote aus den USA, darunter auch das soziale Netzwerk www.patientslikeme.com. Dort dokumentieren Patienten ihren Krankheitsverlauf. Dieser ist für andere Patienten der Community einsehbar.

Auf der Internetseite www.dailystrength.org haben Nutzer einen direkten Zugang zu über 500 Selbsthilfegruppen. Inzwischen haben die Nutzer dieses Gesundheits-Netzwerks auch 2000 Medikamente bewertet. Auf der Website www.healia.com können Patienten die Suche um persönliche Angaben wie Alter, Geschlecht, Ethnie verfeinern.

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