"Wohnortnahe Versorgung ist die wichtigste Aufgabe"

Flächendeckende Versorgung und Prävention, das sind für Brandenburgs Gesundheitsministerin die dringlichsten Anliegen.

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POTSDAM (ami). Die Brandenburger Gesundheitsministerin Anita Tack (Die Linke) sieht die Versorgung in der Fläche als zentrale Aufgabe. Das sagte sie zum Arbeitsauftakt des Landtagsausschusses für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Die Ministerin will diese Aufgabe in Kooperation mit anderen Ländern angehen. "Unter Einbeziehung länderübergreifender Kooperationen werden innovative Lösungen und Instrumente gesucht und erprobt, die die Daseinsvorsorge auf dem Land sicherstellen und die Ansiedlung von Ärzten begünstigen", so Tack. Zudem will die Politikerin die Prävention stärken. "Mit dem Zuschnitt des neuen Ressorts ist die Chance gegeben, präventive und gesundheitsfördernde Faktoren stärker in den Fokus der Landespolitik zu stellen", sagte sie.

Das sei auch aufgrund der demografischen Entwicklung nötig. Als weiteren Schwerpunkt kündigte Tack an, dass eine Landes-Psychiatrieplanung entwickelt wird. Daran sollen die Verbände der Gesundheitsfachberufe, Selbsthilfe- und Patientenorganisationen mitarbeiten. Vorrangig geht es um den Aufbau ambulanter und teilstationärer Versorgungsstrukturen mit modernen Diagnostik- und Therapiekonzepten anstelle stationärer Angebote.

Auf der Agenda steht auch eine Neuordnung der Klinik-Finanzierung. Sie werde "auf eine Pauschalierung bisheriger Investitionsförderungen hinauslaufen, die die jeweiligen Träger vor Ort in die Lage versetzen, Zuwendungen des Landes bedarfsgerecht und anlassbezogen flexibel zu verwenden", so Tack. Für 2010 rechnet sie damit, dass die Fusion der AOKen Berlin und Brandenburg zum Jahresbeginn erheblichen Aufwand in ihrer Behörde verursachen wird.

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