Apotheken

BKK-Dachverband macht sich für Rx-Versandhandel stark

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BERLIN.Mit scharfen Worten bringt sich der BKK-Dachverband in die Diskussion um das Rx-Versandhandelsverbot ein. Gerade chronisch Kranke, "oft multimorbid und nicht mobil", seien auf den Rx-Versandhandel angewiesen. Dies lasse sich auch per Ministerdekret nicht zurückdrehen – schon gar nicht in ländlichen Gebieten, relativ weit entfernt von der nächsten Apotheke. Der Verband weist auf die Anforderungen an eine qualifizierte Beratung hin, die auch für Hotlines von Versandhändlern gelte. Harsch kritisiert BKK-Dachverbandschef Franz Knieps die "Drohkulisse Apothekensterben". Nur 1,73 Prozent der BKK-Arzneiausgaben entfielen auf Versandapotheken. In der gesamten GKV seien es 0,95 Prozent. "Eine Gefährdung der flächendeckenden wohnortnahen Versorgung mit Arzneimitteln zu beschwören ist bei diesen marginalen Größenordnungen geradezu absurd", mokiert er sich. (maw)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Rainer Michael Stiebing

statistische Luftnummer

Da der Rx-Versandhandel nur in einem engen Rahmen zulässig ist, sind die von Herrn Knieps genannten Zahlen eine statistische Luftnummer. Es müsste auch ihm bekannt sein, dass der Handel über das Internet dazu geführt hat, dass viele Einzelhändler aufgeben mussten, da ihnen die Kundschaft wegbrach. Natürlich würde sich die Transport- und Verpackungsbranche über einen zunehmenden Internetversand freuen. Auch das Argument, dass viele auf einen Versand angewiesen seien, zieht nur bedingt, da die meisten Apotheken einen Bringedienst am selben Tag vorhalten und die Medikamente nicht erst am nächsten Tag per Paketdienst kommen.
Die Beratung des (Fach-!)Apothekers vor Ort wird jeder schätzen, der schon einmal versucht hat, eine kompetente Beratung über eine hotline zu erlangen (Stichwort: call center, Wartezeit am Telefon).



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