Direkt zum Inhaltsbereich

Bürger entscheiden

Burghauser Klinik bleibt!

Das Krankenhaus in Burghausen wird nicht geschlossen. Die große Mehrheit der Wähler im oberbayerischen Landkreis Altötting hat im Bürgerentscheid-Duell für den Erhalt der Klinik gestimmt.

Veröffentlicht:

BURGHAUSEN. Entscheidung des Volkes im oberbayerischen Landkreis Altötting: Beim Bürgerentscheid-Duell um die Zukunft der Klinik in Burghausen hat die Mehrheit der Wähler für den Erhalt votiert. Damit bleibt das defizitäre Haus in Betrieb.

Das zeigt das vorläufige Endergebnis, das vom Landratsamt Altötting am Montag bekannt gegeben wurde.

Demnach stimmten 76,6 Prozent der Wähler im Bürgerentscheid am Sonntag dafür, dass das Krankenhaus in Burghausen weiterhin vom Landkreis Altötting im Kommunalunternehmen Kreiskliniken Altötting-Burghausen betrieben werden soll.

Dagegen sprachen sich 23,4 Prozent der Wähler aus. Damit war der von Burghauser Politikern und Bürgern initiierte Bürgerentscheid erfolgreich.

Kreisräte scheitern mit Gegenmodell

Gescheitert ist hingegen der zweite Bürgerentscheid, der aus einem Ratsbegehren hervorging. Der Kreistag in Altötting hatte ein eigenes Modell präsentiert: Er sah vor, das Krankenhaus in Burghausen zu schließen und dafür in der Salzachstadt ein medizinisches Gesundheitszentrum aufzubauen sowie gleichzeitig die Klinik am zweiten Standort in Altötting auszubauen. Die Räte mit Landrat Erwin Schneider an der Spitze folgten damit einer Empfehlung von Gutachtern.

Diesem Ansinnen erteilten die Wähler aber eine deutliche Abfuhr: 33,7 Prozent stimmten für das Kreistags-Modell - 66,3 Prozent dagegen. Damit ist dieser Bürgerentscheid gescheitert.

Die formulierte Stichfrage war daher nicht mehr relevant. Ihr Ergebnis zeigt aber auch den klaren Wunsch der Wähler: Für den Klinik-Erhalt stimmten 72 Prozent.

Fast jeder zweite Wahlberechtigte geht wählen

Der erfolgreiche Bürgerentscheid hat die Wirkung eines Kreistags-Beschlusses. Laut Artikel 12a der Landkreisordnung für den Freistaat Bayern ist er für ein Jahr bindend.

Insgesamt ging nach Angaben des Landratsamtes knapp jeder Zweite der rund 87.000 Wahlberechtigten im Landkreis Altötting an die Urne: Die Wahlbeteiligung lag bei 48,8 Prozent. (ths)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Vergängliche Macht des Volkes

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Gesundheitspolitik

HPV-Impfung verhindert Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Lesetipps
Es muss nicht immer die ganze Packung sein. Bei Abklingen der Symptome reicht oft eine kürzere Dauer der Antibiotikatherapie.

© umang / stock.adobe.com

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Ab in den Urlaub! Doch vorher sollte je nach Reiseziel der Impfstatus hinsichtlich Hepatitis A gecheckt werden.

© Henrik Dolle / stock.adobe.com

Virushepatitis im Urlaub

Hepatitis auf Reisen: Wie schützen und wen?

Mehrere Menschen im Gespräch

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen