Anlagen-Kolumne

Der Abwärtstrend ist überwunden

Von Jens Ehrhardt Veröffentlicht:

Bislang war der Aktienmarkt eine Spekulation auf eine Kurserholung im Abwärtstrend. Doch vergangene Woche wurde erstmals dieser Abwärtstrend überwunden, der seit Mitte 2015 Bestand hatte. Das dies trotz der zahlreichen negativen Einflussfaktoren gelingt, stimmt optimistisch.

Immerhin ist auch die jüngste Gewinnentwicklung der Unternehmen wenig förderlich. Der Aktienmarkt schaut aber nicht auf vergangene Informationen, sondern preist die Zukunft ein.

Sucht man nach positiven Argumenten, auf die sich der Markt in den nächsten Monaten fokussieren könnte, dann fallen folgende Dinge auf: China ist nicht mehr das Sorgenkind, das es zu Jahresanfang war. Währungsreserven und Konjunktur sind stabil.

Der Umbauprozess von der Werkbank der Welt zu Service-Gesellschaft zeigt Fortschritte. Die Emerging Markets entwickeln sich vernünftig und selbst Brasilien scheint seinen Tiefpunkt gefunden zu haben.

Das politische Desaster in Europa kann immer wieder vermieden (hinausgeschoben) werden.

Clinton will als Präsidentin Staatsausgaben erhöhen

Ein Ende der ultralockeren EU-Geldpolitik ist nicht in Sicht. Die US-Wirtschaftsdaten sind trotz der augenscheinlich guten Arbeitsmarktdaten zwar nur gemischt, Hillary Clinton kündigte aber für den Fall, dass sie ins Weiße Haus einzieht schon großzügige Staatsausgaben an.

Neben diesen Punkten kommt auch das Standardargument hinzu, dass Aktien im Vergleich zu Anleihen die bessere Alternative sind, denn Anleihen bieten nahezu keine Verzinsung mehr, wenn man keine erhöhten Risiken eingehen möchte.

Fazit: Erstmals sind auch in Deutschland neue Jahreshöchstkurse wieder realistisch. Das Aktiensentiment ist nicht überoptimistisch und die Fondsmanager sitzen auf Barreserven.

Der Abwärtstrend und die 200-Tage-Linie wurden überwunden. Viele Negativnachrichten sind bereits eingepreist und der Deutsche Aktienmarkt ist im Vergleich zum US-Aktienmarkt, der auf Allzeithoch steht, deutlich stärker unterbewertet als er das im Durchschnitt in der Vergangenheit war.

Schlagworte:
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Alexander Baasner und Dr. Stefan Spieren (v.l.) haben die Idee der Digitalen Hausärztlichen Versorgungsassistenten (DIHVA) entwickelt.

© Digitales Facharzt- & Gesundheitszentrum

Neues Berufsbild

Bürger als Assistenten: Hausarzt entwickelt Idee der DIHVA

Patient bei einer Videosprechstunde mit Ärztin

© AJ_Watt / Getty Images / iStock

Digitale Gesundheitsanwendungen

DiGA oder doch lieber App?