Haftbefehl gegen Pfleger

Drei Mordversuche durch Pfleger in Münchner Klinik?

Ein Pfleger könnte durch die Reanimation vorher schlecht versorgter Patienten nach Anerkennung bei den Kollegen gesucht haben. Die Mordkommission in München ermittelt.

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München. Ein wegen drei Mordversuchen verdächtiger Münchner Krankenpfleger könnte nach ersten Erkenntnissen aus niedrigen Beweggründen gehandelt haben. Aus Chatverläufen gehe hervor, dass er sich offenbar als Lebensretter habe darstellen wollen, sagte der Leiter der Münchner Mordkommission, Josef Wimmer, am Mittwoch in München.

Dazu habe er die drei Patienten bewusst in einen schlechten Gesundheitszustand gebracht, um bei der anschließenden Reanimation gegenüber seinen Kollegen und anderen glänzen zu können. Er habe zeigen wollen, „ich bin ein Pfleger mit Herz und Leidenschaft“.

Ob es wirklich so war, war zunächst allerdings unklar. Der 24-Jährige, gegen den am Dienstag ein Haftbefehl erlassen wurde, hatte die Tat bestritten und sich auch nicht zu einem Motiv geäußert. (dpa)

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