Brexit

Für Anleger geht es auch so weiter

Von Gottfried Urban Veröffentlicht:

Kurz nach dem Bekanntwerden des Brexit-Abstimmungsergebnisses ging es im vorbörslichen Handel beim Dax um die zehn Prozent nach unten.

Wo pendelt sich der Markt ein? Markttechniker sehen um die 9000 Dax-Punkte eine erste Stabilisierung. Gold und Währungen außerhalb Europas legen zu.

Der Aktienmarkt wird sich unter hohen Schwankungen einpendeln. Das neue Niveau wird aber eine Etage tiefer liegen, zumindest vorübergehend. Der Nullzins wird durch den Brexit noch mehr zum Negativzins und das noch für Jahre.

Für den Anleger bedeutet das wieder ein neues Europaexperiment. Viele Fragen werden auf längere Zeit nicht beantwortet werden können. Wie können die Briten weiter in Europa integriert werden? Welche Branchen und Firmen werden durch den Brexit weniger Geschäft machen?

Gold sollte immer im Depot sein

Wir müssen uns wahrscheinlich von den Amerikanern anhören, dass Europa nichts auf die Reihe bekommt. Möglicherweise sind sogar die USA die großen Gewinner. Amerika bleibt ein stabiles Land. Die Unternehmen sind erfolgreich und marktbeherrschend.

Die größten Unternehmen der Welt und die stärksten Marken der Welt kommen überwiegend aus den USA. Die US-Notenbank entschied sich bereits 2008 für die Nullzinspolitik.

Die Arbeitslosenzahlen wurden seither halbiert. Und Europa beschäftigt sich mit sich selbst und zögert mit Entscheidungen.

In unruhigen Zeiten halten sich Anleger zurück, oder sie positionieren sich in Ersatzwährungen außerhalb des Eurolandes bzw. gehen in Gold oder in deutsche Staatsanleihen.

Die letztgenannte Anlageform ist für eine langfristige Anlagestrategie aufgrund der Negativzinsen nicht geeignet. Gold sollte immer einen kleinen Anteil im Depot haben.

Mit zu viel Währungsspekulation sollten Anleger aktuell vorsichtig sein. Der Brexit zeigt, dass man die internationale Streuung nie vernachlässigen sollte.

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