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Klinik statt Taxi

Hilfe für zugewanderte Ärzte

In Nordrhein-Westfalen soll ein Projekt zugewanderten Ärzten den Berufseinstieg erleichtern.

Veröffentlicht:

KÖLN. In Nordrhein-Westfalen müssen Mediziner aus Nicht-EU-Ländern künftig nicht mehr Taxi fahren oder andere fachfremde Tätigkeiten ausüben, weil ihre Qualifikationen hierzulande nicht anerkannt werden.

Im Kampf gegen den Ärztemangel fördert das Landesgesundheitsministerium ein Integrationsprojekt, das zugewanderten Ärzten den Berufseinstieg erleichtern soll.

Das Projekt wird von der Otto-Benecke-Stiftung in Bonn geleitet und richtet sich an Fachkräfte mit abgeschlossenem Medizinstudium aus einem Land außerhalb der EU. Sie müssen einen Integrationssprachkurs erfolgreich absolviert haben und arbeitslos oder arbeitssuchend sein.

Zudem müssen die Interessenten in NRW wohnen oder einen Wechsel dorthin planen. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. Oktober 2013. Ab. Januar 2014 bietet die Stiftung den interessierten Ärzten eine elfmonatige Qualifizierung an.

Sie umfasst drei Phasen: die fachsprachliche Vorbereitung auf ein Praktikum mit abschließendem Sprachtest, ein Praktikum in Praxen und Kliniken einschließlich fachkundiger Anleitung und zum Abschluss die Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung, die Absolvierung der Kenntnisprüfung und der Erwerb der Approbation.

Nach der Maßnahme sollen die Teilnehmer beim Berufseinstieg unterstützt werden. Das Land NRW fördert das Projekt mit 110.000 Euro, weitere Mittel kommen aus dem Europäischen Sozialfonds des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

"Das Integrationsprojekt trägt zur flächendeckenden Versorgung bei und unterstützt die berufliche Integration der zugewanderten Menschen", sagt Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne). Gerade die Verbesserung der Deutschkenntnisse hält sie für wichtig.

Gute Sprachkompetenz der zugewanderten Ärzte sei unerlässlich. "Missverständnisse aufgrund mangelnder sprachlicher Fähigkeiten können im Gesundheitssystem fatale Folgen haben", betont Steffens. (iss)

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