Rhön-Beteiligung

Kartellamt genehmigt B.Braun ein Viertel

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BONN. Das Bundeskartellamt hat dem Medizintechnikhersteller B.Braun Melsungen die Genehmigung erteilt, 25 Prozent der Anteile an dem privaten Klinikbetreiber Rhön AG zu erwerben. Ein entsprechendes Prüfverfahren hatte B.Braun Anfang September beantragt.

Unterdessen teilte das nordhessische Familienunternehmen mit, inzwischen rund elf Prozent der Rhön-Anteile zu halten. Darüber hinaus habe B. Braun gerichtlich den Antrag gestellt, nach dem Rücktritt zweier Rhön-Aufsichtsräte diese Positionen durch eigene Personalvorschläge neu zu besetzen.

Eine Entscheidung hierzu liege derzeit noch nicht vor. B.Braun war im August vorigen Jahres mit fünf Prozent der Stimmrechte bei Rhön eingestiegen. Damit sollte eine Übernahmeofferte von Fresenius blockiert werden.

An diesem - schlussendlich erfolgreichen - Unterfangen beteiligten sich auch der Klinikkonzern Asklepios sowie die Sana AG, der Klinikbetreiber der privaten Krankenversicherungen. Beide erwarben ebenfalls Anteile.

Vor kurzem hatte Rhön zwar einen Großteil seiner Hauser an die Fresenius-Tochter Helios verkauft und nur elf Standorte der Maximalversorgung behalten. Trotzdem will B.Braun weiterhin bei Rhön mitreden.

Man verfolge "unverändert das strategische Ziel, die Minderheitenposition bei der privaten Klinikkette nachhaltig zu sichern", ließ Braun verlauten.

Die Kartellaufsicht hat nichts dagegen. Der beabsichtigte Zusammenschluss führe "nicht zu einer erheblichen Behinderung wesentlichen Wettbewerbs, insbesondere zu keiner Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung, da eine Abschottung von Kunden oder Lieferanten infolge der Minderheitsbeteiligung nicht zu erwarten ist", begründet die Behörde die Freigabe des zusätzlichen Anteilserwerbs. (cw)

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