Direkt zum Inhaltsbereich

Unimedizin Mannheim

Professor Jonas bleibt Chef der Augenklinik

Die Kündigung des Chefarztes der UniAugenklinik Mannheim war unwirksam. So urteilte das Arbeitsgericht Mannheim.

Veröffentlicht:

MANNHEIM. Der langjährige Chefarzt der Mannheimer Universitäts-Augenklinik Professor Jost B. Jonas kann nach sechs Monaten Abwesenheit seine Arbeit in der Klinik wieder aufnehmen. Die gegen ihn wegen eines "tief greifend gestörten Vertrauensverhältnisses" ausgesprochene Kündigung ist unwirksam.

Jonas gewann jetzt vor der Dritten Kammer des Arbeitsgerichts Mannheim seinen Rechtsstreit gegen die Uniklinik. Gerichtsbeobachter gehen davon aus, dass der Rechtstreit in die nächste Instanz gehen wird - also zum Landesarbeitsgericht. Die Fronten zwischen dem Chefarzt und der Klinik sind weiterhin verhärtet.

Geschäftsführung in E-Mail verunglimpft

Auslöser für die außerordentliche Kündigung war eine E-Mail gewesen, die Jonas im Oktober 2012 an den Geschäftsführer des Klinikums geschickt hatte. Als "lügend" und "korrupt" hatte er hierin die Geschäftsführung verunglimpft.

Das Mannheimer Arbeitsgericht ließ keinen Zweifel daran, dass die von Professor Jonas gewählten Worte "völlig unmöglich" seien. Die Kammer habe sie dennoch für eine derart folgenschwere Personalentscheidung als "nicht ausreichend erachtet", so Kammervorsitzende Dr. Sigrid Bouwhuis.

Sie empfahl Jonas eine Entschuldigung, zu der der Klinikchef sich bereit zeigte. Seine Äußerungen täten ihm schon längst leid, so Jonas.

Seit Jahren schwelt der Streit zwischen der Klinikverwaltung und dem Arzt. Es geht dabei um die Verwendung von Landesmitteln.

Chefarzt Jonas wirft dem Klinikum Quersubventionierung vor, indem Mitarbeiter, die eigentlich für Forschung und Lehre zuständig seien, in der Krankenversorgung eingesetzt würden. (mm)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Verordnungsentwurf

Krankenhäuser dürfen Vergütung im Praktischen Jahr entdeckeln

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Elternzeit, Krankheitsvertretung und Co.

Befristete Arbeitsverträge: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Ein Stapel mit vielen Büchern

© Frank Rumpenhorst/dpa

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Blick über die Schulter eines Trompeters, der ein Konzert spielt.

© Kitreel / Stock.adobe.com

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte