Praxisführung

Sachsen: Zahl der Behandlungsfehler leicht gestiegen

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DRESDEN (tt). In Sachsen gab es im vergangenen Jahr mehr berechtigte Schadenersatzforderungen. Waren es 2009 noch 48 Fälle, waren es ein Jahr später 67, zitierte die Landesärztekammer aus dem jetzt erschienenen Jahresbericht der Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 243 Begutachtungen wegen eines vermuteten Behandlungsfehlers eingeleitet, und damit 14 weniger als 2009. "Bei 14.761 berufstätigen Ärzten und rund 83.000 Behandlungsfällen pro Tag in Sachsen ist das eine glücklicherweise sehr niedrige Zahl", kommentierte Kammerpräsident Jan Schulze.

Von den 243 eingeleiteten Begutachtungen entfielen laut Kammer 157 auf den stationären Sektor, 24 auf Klinikambulanzen und 62 auf ambulante Praxen. 151 Begutachtungsverfahren seien noch offen.

Jan Schulze appellierte an die Ärzte, gemachte Fehler zu analysieren, "jeder Behandlungsfehler ist einer zuviel". Es sollte die Möglichkeit genutzt werden, "über Fehlermeldesysteme und ein internes Fehlermanagement kritische Zwischenfälle zu analysieren".

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