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Pharma

Sanofi und Boehringer tauschen Geschäfte

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INGELHEIM / PARIS. Sanofi und Boehringer Ingelheim haben Gespräche über einen Spartentausch aufgenommen.

Wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten, soll Sanofi das OTC-Geschäft Boehringers bekommen und im Gegenzug das Tierarzneimittel-Geschäft Merial abgeben.

Ausgenommen von der Transaktion seien Boehringers Consumer-Healthcare-Aktivitäten in China.

Außerdem soll Sanofi 4,7 Milliarden Euro in bar erhalten, um den Wertunterschied der beiden Geschäftsbereiche auszugleichen, heißt es in der Mitteilung.

Sanofis Vet-Sparte Merial wird dieses Jahr voraussichtlich 2,5 Milliarden Euro erlösen. Boehringer würde den Angaben zufolge durch die Übernahme zum weltweit zweitgrößten Anbieter im Markt für Tiergesundheit avancieren.

Zusammen mit den eigenen Veterinärprodukten würde der Pro-forma-Umsatz Boehringers in diesem Geschäftsfeld 2015 rund 3,8 Milliarden Euro betragen.

Sanofi würde durch die Übernahme der OTC-Produkte Boehringers seinen Marktanteil im weltweiten Consumer Healthcare-Geschäft auf 4,6 Prozent ausbauen und damit zur neuen Nummer Eins werden.

Boehringer gäbe 1,6 Milliarden Euro OTC-Umsatz ab. Der Pro-forma-Umsatz beider OTC-Linien erreicht 2015 voraussichtlich rund 5,1 Milliarden Euro.

Sanofi hatte Anfang November angekündigt, strategische Optionen für seine Generika- und Veterinärgeschäfte zu prüfen.

Boehringer würde durch den Spartentausch einen Produktionsstandort im französischen Lyon erhalten, der - soviel steht jetzt schon fest - weitergeführt werden soll.

Bis spätestens Ende kommenden Jahres wollen beide Unternehmen den Tausch auch kartellrechtlich abgeschlossen haben.

Sanofi beabsichtigt, einen Teil des Nettoerlöses aus der Transaktion für ein Aktienrückkaufprogramm zu verwenden. (cw)

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