Schadenersatz für Schrottimmobilien

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KARLSRUHE (dpa). Im Streit um sogenannte Schrottimmobilien haben mehrere geprellte Käufer Schadenersatzansprüche gegen die Bausparkasse Badenia zugesprochen bekommen. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe teilte am Freitag auf Anfrage mit, dass vor wenigen Tagen sieben Urteile gegen Badenia gefällt worden seien. Dabei ging es um sechs Wohnungen in Wuppertal sowie ein Appartement in einem Berghotel im pfälzischen Kandel. Laut OLG waren die für die Objekte angegebenen Mietpool-Ausschüttungen unrealistisch - die Käufer seien dadurch "arglistig" getäuscht worden. Dies müsse sich die Bausparkasse zurechnen lassen, weil sie mit dem Immobilienvertrieb zusammengearbeitet habe.Beim OLG sind mehr als 350 solcher Verfahren anhängig. Die Käufer der überteuerten Immobilien fordern ihre Verluste von der Karlsruher Bausparkasse zurück, die den Käufern zur Finanzierung der Geschäfte Darlehen gewährt hatte. Rund ein Dutzend dieser Fälle hat das OLG bereits entschieden. Hintergrund sind die Immobilienverkäufe der inzwischen insolventen Dortmunder Firma Heinen & Biege. Sie vertrieb in den 1990er Jahren Wohnungen, die als Steuersparmodell ohne Eigenkapital zur Altersversorgung gerade für weniger solvente Käufer gedacht waren. Badenia hatte mehr als 7000 solcher Käufe finanziert.

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