ASV Rheuma

Schaltstelle ELA bringt Teams auf den Weg

Der Weg zur neuen ASV Rheuma führt Ärzte-Teams über den Erweiterten Landesausschuss (ELA) und über eine Menge Formalia.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Wer ein ASV-Rheuma- Team an den Start bringen möchte, hat gute Chancen. Die Umsetzung sei politisch erwünscht, wie Experten bei einem Workshop des Bundesverbandes ASV in München kürzlich konstatierten. "Unser Ziel sind viele Positivbescheide", so der bayerische ELA-Vorsitzende Doktor Alexander Knörr. Letztlich sei der Weg zum ASV-Team ein Anzeigeverfahren und kein Genehmigungsverfahren. Im Erfolgsfall erhalte das Team eine spezielle Berechtigung zur Ausübung der ASV während eines bestimmten Zeitraums. Antworte der Erweiterte Landesausschuss (ELA) zwei Monate lang nicht auf eine Einreichung, dürfe das Team loslegen. Diese Variante komme aber nicht allzu häufig vor. Denn der ELA könne die Frist verlängern, indem er Unterlagen nachfordert. Und das sei oft der Fall.

Die größte Hürde vor dem ASV-Start dürfte denn wohl auch der Papierkram sein. Oder, noch lieber, der Dateikram. Denn gerne, so Knörr, dürfe alles elektronisch erledigt werden. Alle notwendigen Vordrucke seien auf der Website des ELA verfügbar. Von jedem der ambulanten und stationären Ärzte im Team und von jeder Einrichtung würden etliche Nachweise verlangt. Das beinhalte Facharzturkunde, Absichtserklärung, Vorhandensein erforderlicher Geräte, Nachweis über Mindestzahlen spezifischer Leistungen, Kooperationsvertrag, und einiges mehr. Gerade an Kliniken müssten also viele Daten gesammelt werden.

Grundsätzlich könnten alle ambulanten und Klinikärzte der geforderten Fachrichtungen mitmachen. Bei angestellten Ärzten und Sicherstellungsassistenten sei das nicht möglich, da die ASV-Teams langfristig aufgestellt sein sollten. Gebe es Probleme bei geforderten Punkten, helfe der ELA gerne weiter. Hürden für Klinikärzte könnten etwa sein, den Nachweis über Mindestmengen spezifischer Leistungen wie Ultraschall-Untersuchungen zu erbringen. Die hätten viele Ärzte zwar durchgeführt, aber oft ohne formellen Nachweis. Dann könne beispielsweise der Chefarzt eine Bestätigung ausstellen. In manchen Praxen müsse wiederum vor dem Start noch an der Geräteausstattung nachgebessert werden. (cmb)

Lesen Sie dazu auch: Noch nicht in trockenen Tüchern: ASV Rheuma - Startschuss im April?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Bundessozialgericht

BSG klärt Verjährungsfristen für Krankenhausrechnungen

Urteil

BSG definiert, wann Neugeborenen-Infektion „angeboren“ ist

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Review und Leitlinie

Ambulante antivirale COVID-19-Therapie: Was US-Wissenschaftler empfehlen

Kommunikationsfehler vermeiden

Tipps: So sollten Sie mit Patienten über Risiken und Zahlen sprechen

Lesetipps
Das hochintensive Intervalltraining (HIIT) enthält kurze, aber maximale Belastungsphasen mit anschließender kurzer Erholungspause.

© shevtsovy / stock.adobe.com

Prävention kardiometabolischer Risiken

Wie hochintensives Intervalltraining Herz und Lungen stärkt

Eine Frau Lipödemen in den Beinen.

© Mykola / stock.adobe.com / generated AI

Übersichtsarbeit

Lipödem: Welche Therapie am besten hilft