Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall Asse

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BRAUNSCHWEIG(dpa). Nach der Anzeige eines an Krebs erkrankten früheren Mitarbeiters des Atommülllagers Asse hat die Braunschweiger Staatsanwaltschaft jetzt ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet. Eckbert Duranowitsch, der an Leukämie erkrankt war, stellte am Montag Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung. "Seine Angaben waren so schlüssig, dass wir unmittelbar nach der ersten Sichtung die bisherigen Vorermittlungen auf förmliche Füße gestellt haben", sagte Behördensprecher Joachim Geyer.

Duranowitsch hatte von 1987 bis 1990 in der Schachtanlage bei Wolfenbüttel gearbeitet und war 1999 erkrankt."Ich hatte regelmäßig mit Lauge zu tun, die möglicherweise radioaktiv belastet war", sagte er. Die Verantwortlichen der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung, dem damaligen Betreiber, hätten vermutlich von der Strahlenbelastung gewusst, dafür gebe es mittlerweile "handfeste Indizien".

Den Mitarbeitern sei die Gefahr verschwiegen worden. "Mir wurde immer gesagt, dass meine Arbeit völlig ungefährlich sei", sagte Duranowitsch. Der gelernte Maschinenschlosser war für Instrumente verantwortlich, mit denen die Gebirgsmechanik gemessen wurde. Weder er noch andere Mitarbeiter hätten Dosimeter tragen müssen.

Der Staatsanwaltschaft sind nach eigenen Angaben zwei weitere Fälle von Krebserkrankungen ehemaliger Asse-Mitarbeiter bekannt. Derzeit werde geklärt, ob noch mehr Beschäftigte an Krebs erkrankten.    

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