Mannheim

Uniklinik braucht schnell Geldinfusion

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MANNHEIM. Das Universitätsklinikum Mannheim hat einen kurzfristigen Finanzbedarf von mindestens 20 Millionen Euro und ist dafür auf der Suche nach Geldgebern.

Man stehe in Verhandlungen mit Banken, bestätigte Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz, der Aufsichtsratsvorsitzender des Uniklinikums ist. Man benötige "erstmals Fremdkapital zur Sicherung der Liquidität".

Die Universitätsklinik erklärte dazu, Banken seien "bei der Kreditvergabe an Unternehmen zurückhaltend, mit denen sie bisher noch keine Kreditgeschäfte abgewickelt haben".

Im vergangenen Jahr ist die Patientenzahl des Uniklinikums im Vergleich zu 2014 um rund zehn Prozent gesunken. Im Oktober 2014 hatte das Krankenhaus wegen möglicher Verstöße gegen Hygienevorschriften zweimal Besuch von der Staatsanwaltschaft bekommen.

Dabei wurden Operationsinstrumente und Unterlagen beschlagnahmt. Als Folge war der Op-Betrieb lange eingeschränkt gewesen. Die Investitionen in die Sterilgutaufbereitung sollen sich auf 15 Millionen Euro belaufen haben. Im Februar hat das Uniklinikum das Defizit für das vergangene Jahr auf 30 Millionen Euro beziffert.

Inzwischen, so Kurz, behandele das Klinikum wieder so viele Patienten wie vor Herbst 2014.

Eine Finanzspritze vorausgesetzt, könne die Klinik 2016 aus eigener Kraft "eine schwarze Null schaffen", zeigte er sich überzeugt.Die Medizinische Fakultät Mannheim, die zur Universität Heidelberg gehört, bildet 1400 Medizinstudierende aus. (fst)

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