Direkt zum Inhaltsbereich

Vier Jahre Knast für BtM-Betrug

Weil er im großen Stil Krankenkassen mit BtM-Rezepten betrogen hat, ist ein Arzt aus dem Westerwald verurteilt wurden. Er muss vier Jahre hinter Gittern. Hinzukommen könnte der Verlust seiner Approbation.

Veröffentlicht:
BtM-Rezept: Im Westerwald hat ein Arzt damit Krankenkassen betrogen.

BtM-Rezept: Im Westerwald hat ein Arzt damit Krankenkassen betrogen.

© Klaus Rose

KOBLENZ (ava). Allein und gemeinsam mit Patienten hat ein Westerwälder Schmerztherapeut in großem Stil Krankenkassen betrogen. Unter anderem stellte er Rezepte über Betäubungsmittel wie Oxycodon (Oxygesic®) aus.

Die Patienten lösten das Rezept in Apotheken ein. Anschließend schickte er in einigen Fällen die Medikamente in die USA, wo eine Gehilfin sie für ihn verkaufte. Das Geld teilten sie.

Jetzt wurde er vom Koblenzer Landgericht wegen unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln, Untreue, Betrug und Urkundenfälschung zu vier Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.

Insgesamt wurden dem Arzt 133 Einzelstraftaten vorgeworfen. Den Schaden bei gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen bezifferte eine Sprecherin des Koblenzer Landgerichts mit rund 50.000 Euro.

Der Arzt hat die Straftaten gestanden. Ihm droht jetzt der Entzug der Approbation. Der Arzt, der zuletzt eine Praxis im Westerwaldkreis betrieb, ist vorerst noch auf freiem Fuß.

Wann er seine Haft antreten muss, ist jedoch noch unklar. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Az.: 2050 JS/77799/08

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Eine harte Nuss zu knacken

Kasuistik: Nussallergie führte auf die falsche Fährte

Hypercholesterinämie

Lipidsenker klug kombinieren

Deprescribing PPI

Protonenpumpenhemmer absetzen: Wie das am besten gelingt

Lesetipps
Eine Ärztin spricht mit einer älteren Patienten. Die Patientin lächelt.

© StefaNikolic / stock.adobe.com

Sprechende Medizin

4 Tipps: So können Sie den Placebo-Effekt für die Therapie nutzen

Ein Arzt spricht mit einer Patientin

© K Davis/peopleimages.com / stock.adobe.com

Interview

Patient mit Mundgeruch: Wie Sie das im Patientengespräch ansprechen

Eine junge Frau sitzt auf dem Sofa und verschränkt ihre Arme, um ihre Hände auf die Brust zu legen.

© Yauhen / Stock.adobe.com

Psychologische Interventionen

Sprechende Medizin: 10 Schritte bei chronischen Schmerzen