Patientenanfragen

Vorsicht mit WhatsApp und Social Media

Praxen dürfen zwar neue Medien als Kommunikationsweg nutzen. Sie sollten aber die Schweigepflicht beachten.

Veröffentlicht: 04.09.2013, 12:04 Uhr

NEU-ISENBURG. Auch Patienten legen immer größeren Wert auf eine schnelle und vor allem elektronische Kommunikation mit der Praxis.

Wie der Frankfurter Hausarzt Dr. Zlatko Prister berichtet, haben bei vielen Patienten SMS und die App WhatsApp das Telefon bereits komplett ersetzt. Es handele sich hierbei aber meist um jüngere Patienten mit Smartphone, so Prister.

Aber auch die Kommunikation via Facebook wird für Praxen immer interessanter. Und in Social Media tummeln sich durchaus auch ältere Internetnutzer, wie eine repräsentative Studie des Branchenverbandes Bitkom unter über 1000 Internetnutzern ab 14 Jahren zeigt.

Über zwei Drittel der Internetnutzer zwischen 50 und 64 Jahren haben demnach ein Profil bei mindestens einem Sozialen Netzwerk. Bei den über 65-jährigen Internetnutzern sind es 66 Prozent.

Doch Ärzte sollten die neuen Medien mit Vorsicht nutzen. Prister kommuniziert mit Patienten zwar über WhatsApp, es sind aber die Patienten, die etwa Terminanfragen senden. Er selbst schickt keine sensiblen Patientendaten über diesen Kanal raus.

Und auch für die Kommunikation via Soziales Netzwerk - etwa Facebook - gilt: Es dürfen keine Infos zu Patienten gepostet oder als Video eingestellt werden. Anfragen von Patienten sollten nur über gesicherte Wege, beispielsweise verschlüsselte E-Mail-Systeme, beantwortet werden.

Denn hier greifen nicht nur strenge Datenschutzregeln, sondern auch die Schweigepflicht. Und Verstöße gegen letztere können strafrechtliche Folgen haben. (reh)

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