MVZ-Verband

"Wir wollen nur gleiches Recht"

Brechen für Medizinische Versorgungszentren bessere Zeiten an? Der Branchenverband BMVZ setzt große Hoffnungen in die neue Bundesregierung.

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DÜSSELDORF. Die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) hoffen, dass mit dem Antritt der neuen Regierung die Durststrecke für sie vorbei ist.

"Wir erwarten von der Koalition einen Abbau der rechtlichen Benachteiligungen", sagte Dr. Bernd Köppl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands MVZ (BMVZ), beim Deutschen Krankenhaustag in Düsseldorf. Der Verband vertritt rund 20 Prozent der MVZ, die an der ambulanten Versorgung teilnehmen.

"In der vergangenen Legislaturperiode hat es auf der Ebene der rechtlichen und wirtschaftlichen Gleichstellung von niedergelassenen Ärzten und Ärzten im MVZ erhebliche Rückschläge gegeben", sagte er.

Zwar habe sich das Verhältnis der Zentren zu den regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen mit Ausnahme der KV Berlin verbessert. "Aber wenn der Bundesgesetzgeber dagegen arbeitet, ist man doch nur halb geduldet." Jetzt ändere sich aber offensichtlich die Richtung zugunsten der Zentren.

Köppl begrüßte die Absicht der Koalitionäre, die Gründung arztgruppengleicher MVZ zu ermöglichen. Bei den niedergelassenen Ärzten sei das schon lange möglich. "Ein Orthopäde kann einen anderen Orthopäden anstellen."

Der BMVZ werde mit der Regierung darüber verhandeln, wie man die Benachteiligung der Zentren bei der Vergütung und der Zulassung beenden könne, wie es der Koalitionsvertrag vorsieht. "Wir wollen keine Bevorteilung, wir wollen nur gleiches Recht", betonte er. (iss)

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