Ärzte Zeitung, 12.12.2005

Weniger Kinder durch IvF

Zahl der Kinder durch künstliche Befruchtung fast halbiert

MÜNSTER (dpa). Im vergangenen Jahr sind in Deutschland nach Angaben von Ärzten deutlich weniger Kinder nach einer In-vitro-Fertilisation (IvF) auf die Welt gekommen als noch 2003. Wurden 2003 nach künstlicher Befruchtung 17 606 Kinder geboren, so seien es 2004 nur noch etwa 9 800 gewesen.

Ursache sei die höhere Selbstbeteiligung an den Kosten nach der Gesundheitsreform, hat der Frauenarzt Professor Ricardo Felberbaum aus Kempten auf einer Tagung des Dachverbandes Reproduktionsbiologie und -medizin in Münster berichtet.

Seit 2004 gilt eine Eigenbeteiligung von 50 Prozent an den Kosten. Erst nach sechs Befruchtungsversuchen hätten 60 Prozent der Paare endlich ihr Wunschkind.

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