Ärzte Zeitung, 24.01.2005

TIP

Wenn der Bauch nur in der Woche zwickt

Werden Kinder und Jugendliche immer wieder wegen Bauch- oder Kopfweh in der Praxis vorgestellt, kommt auch Schulangst als Differentialdiagnose in Frage. Wichtig ist es, schon früh danach zu fragen, wann die Beschwerden auftreten, rät Professor Bernhard Blanz von der Universität Jena. Denn ein Indiz für Schulangst sei, wenn rezidivierende Beschwerden in den Ferien und am Wochenende wie weggeblasen seien.

Die Frage nach dem Freizeitverhalten ist auch wichtig, um festzustellen, ob die Schulangst eventuell im Zusammenhang mit einer generalisierten Angststörung auftritt. Betroffene Kinder fallen etwa dadurch auf, daß sie ungern nachmittags die vertraute häusliche Umgebung verlassen. Ein Kind, das jeden Tag unterwegs sei, habe dagegen keine generalisierte Angststörung, so Blanz.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »