Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Der Diabetespatient in der Notfallversorgung – Synopsis für den ambulanten Sektor, den Rettungsdienst und die Notaufnahme

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 03.08.2005

Körpereigenes Darmhormon hilft beim Abspecken

Mit dem Hormon Oxyntomodulin fühlt man sich schneller satt / Energieaufnahme pro Essen reduziert sich

LONDON (Rö). Ein körpereigenes Hormon bedeutet eine Hoffnung für die Therapie von Menschen mit Adipositas. Die Substanz Oxyntomodulin wird, wie bereits kurz gemeldet, beim Essen ausgeschüttet. Sie signalisiert dem Körper ein Gefühl der Sättigung. Ergebnisse einer kontrollierten Studie zur Therapie mit dieser Substanz sind jetzt in der Zeitschrift "Diabetes" (54, 2005, 2390) veröffentlicht worden.

An der Studie von Professor Stephen R. Bloom und seinen Kollegen vom Hammersmith Hospital in Londen haben 33 gesunde Freiwillige mit Übergewicht oder Adipositas teilgenommen. Die Studienteilnehmer injizierten sich das Hormon oder eine Salzlösung subkutan 30 Minuten vor dem Essen. Die Studie war doppelt-blind.

Für die Studie wurden die Freiwilligen gebeten, ihre Essensgewohnheiten und ihr Bewegungsmuster während der vier Wochen beizubehalten. Körpergewicht und Energieaufnahme wurden zu Beginn und am Ende der Studie gemessen. Außerdem wurden die Spiegel der Adipositas-Hormone Leptin und Adiponectin gemessen.

    Freiwillige verloren in vier Wochen 2,4 Kilo.
   

Bei den Patienten, die sich das Hormon gespritzt hatten, nahm das Körpergewicht während der vier Wochen im Mittel um 2,3 Kilogramm ab. In der Kontrollgruppe waren es im Gegensatz dazu nur 0,5 Kilogramm. Im Durchschnitt nahmen damit die Patienten, die sich das Hormon gespritzt hatten, 0,5 Kilogramm pro Woche mehr ab als die Patienten in der Placebo-Gruppe.

Die Unterschiede erklären sich aus den Veränderungen der Energieaufnahme. Die Patienten, die das Hormon gespritzt hatten, verminderten ihre Energieaufnahme bereits um 170 Kcal beim ersten Essen in der Studie und um 250 Kcal bei der letzten Mahlzeit in der Studie im Vergleich zur Energieaufnahme vor Studienbeginn.

Durch die Gewichtsabnahme ergaben sich charakteristische Veränderungen in den Spiegeln der für Adipositas relevanten Hormone. Leptin verminderte sich. Umgekehrt nahm Adiponectin zu.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »