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Ärzte Zeitung, 31.03.2008

KOMMENTAR

TV-Konsum von Kids mit Gerät gebremst

Von Ruth Ney

Dass Fernsehen an sich nicht dick macht, ist klar. Vielmehr werden der damit oft einhergehende Bewegungsmangel und das unkontrollierte "Nebenbei-Futtern" - vorzugsweise von Chips und anderen hochkalorischen Snacks - verdächtigt, überflüssige Pfunde auf die Rippen zu bringen. Eine prospektive Studie von US-Forschern aus Buffalo hat nun den Umkehrschluss bestätigt: weniger Zeit vorm Fernseher bringt eine deutliche Gewichtsabnahme. Besonders auffällig war der Nutzen der Fernsehrestriktion auf den BMI von Kindern in Familien mit niedrigem sozioökonomischem Status.

Das bestätigt Erkenntnisse aus deutschen Studien - dass ein hoher Fernsehkonsum und schlechte Ernährungsgewohnheiten gerade bei übergewichtigen Kindern aus sozial schwachen Familien vorkommen.

Geeignete Strategien, Übergewicht bei Kindern zu vermeiden oder wieder los zu werden, sind also gefragt. Schon eine relativ einfache Maßnahme - weniger fernsehen - könnte wirklich etwas gegen Übergewicht bei Kindern ausrichten. Diese Botschaft können Ärzte im Beratungsgespräch mit Eltern nun gut begründet bringen. Wenn für die Kontrolle des Fernsehkonsums, wie in der US-Studie, ein elektronischer Wächter zur Verfügung steht, ergibt sich für Eltern ein weiterer Vorteil: Die Debatte mit den Sprösslingen, noch einen Film mehr zu sehen oder ein Spiel mehr zu spielen, hört auf: Es ist der Automat, der den Spaß verdirbt, nicht Mama oder Papa.

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[31.03.2008, 13:26:42]
Eleonore Mack 
Fernsehen ist nur ein Teil des Problems
Der Lösungsansatz: Weniger Fernsehen = weniger Fett ist meines Erachtens nur Augenwischerei im wahrsten Sinne des Wortes. Zum einen ist ja das TV-Gerät für Kinder nicht der einzige Magnet, die große Welt des Internets oder Spielkonsolen sind doch längst mindestens so wichtig.

Wenn gerade Kinder aus sozial schwache Familien den Fernseher ausgeschalten bekommen, habe ich Zweifel, ob sie gelernt haben, mit ihrer dann freien Zeit etwas anzufangen, das sie in Bewegung bringt. Wenn schon die Eltern ihre Kinder von klein auf mit Fernsehen ruhig stellen und selbst am liebsten die Kiste laufen lassen, weil sie sich längst nicht mehr - oder noch nir - etwas Sinnvolles zu sagen gelernt haben, haben sie auch keine Alternative parat. zum Beitrag »

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