Ärzte Zeitung, 22.09.2006

Kollegen raten Asthma-Kranken meist zu Sport

NEU-ISENBURG (ikr). Asthma-Kranke sollten Sport treiben, um die Symptome zu reduzieren. Diese Forderung von Spezialisten setzen Kollegen jetzt zunehmend im Praxisalltag um, wie eine Umfrage aus Anlaß des 9. Deutschen Lungentages ergeben hat.

Insgesamt 50 Allgemeinmediziner und 50 Pneumologen in Deutschland sind im Auftrag des Unternehmens Astra Zeneca gefragt worden, ob sie Patienten mit Asthma "nahe legen, sportlich aktiv zu sein".

Das Ergebnis: Patienten mit leichtem Asthma empfehlen Allgemeinärzte und Pneumologen uneingeschränkt regelmäßige sportliche Aktivitäten wie lange Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen und Joggen. Bei Patienten mit mittelgradigem Asthma raten dazu 90 Prozent der Allgemeinmediziner und 96 Prozent der Pneumologen.

Bei Patienten mit schwergradigem Asthma sind die Kollegen jedoch noch recht zurückhaltend: Immerhin 78 Prozent der Pneumologen, aber nur 40 Prozent der Allgemeinmediziner raten in dieser Situation zu sportlicher Betätigung.

Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Sowohl Allgmeinmediziner als auch Lungenfachärzte schätzen die Lungenfunktion als wichtiges Kriterium für die Beurteilung des Krankheitsschweregrades und die Steuerung der Therapie ein.

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