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Gesundheitsnetzwerker

Preis für intersektorales Demenz-Projekt

Ambulante Betreuungskräfte wirken als Bindeglied bei der stationären Versorgung Dementer.

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BERLIN/SAARBRÜCKEN. Das in Saarbrücken ansässige Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) ist am Dienstag in Berlin mit dem Preis der Gesundheitsnetzwerker 2018 ausgezeichnet worden. Der von Berlin-Chemie gestiftete Preis wird nach Unternehmensangaben an die besten integrierten Versorgungsprojekte vergeben.

Wie es von Seiten der Jury hieß, überzeugte das iso mit seinem Modellvorhaben "Sektorenübergreifender Einsatz von Betreuungskräften an der Schnittstelle von Krankenhaus und ambulanter Versorgung (SEBKam)". Das Projekt werde im Verbund mit Kliniken, Betreuungsdiensten und Krankenkassen durchgeführt und vom GKV-Spitzenverband gefördert.

Mit SEBkam werde erstmals in Deutschland der Einsatz von Betreuungskräften aus der ambulanten Versorgung für Demenzpatienten erprobt, die sich einer Klinikbehandlung unterziehen müssen.

Der Ansatz sei strategisch sinnvoll. Denn: Das Fehlen der vertrauten Umgebung und Bezugspersonen, der Stress durch Untersuchungen und Behandlungen sowie Ängste und Schmerzen seien für Demenzkranke ein Ausnahmezustand. Meist seien sie im straff organisierten Klinikalltag ohne Beschäftigung und Ansprache auf sich alleine gestellt und zeigten ein herausforderndes Verhalten.

Bei SEBKam würden seit Januar Betreuungskräfte aus der ambulanten Versorgung in die Klinik integriert, um die Aufenthalte schonend zu gestalten, damit die Patienten dann in gutem Zustand wieder in die gewohnte Umgebung zurückkehren könnten. (maw)

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