Ärzte Zeitung, 29.04.2010

TIPP DES TAGES

Unter 130 mmHg ist für Diabetiker passé

Für Diabetiker mit Hypertonie gilt für den Blutdruck kein extra Zielwert mehr. Diese Empfehlung, den die European Society of Hypertension (ESH) mittlerweile auch in ihrer neuen Leitlinie berücksichtigt hat, basiert auf der aktuell veröffentlichten ACCORD-Studie (NEJM 362, 2010, 1575). Demnach bringt eine "Normalisierung" des systolischen Blutdrucks unter 120 mmHg im Vergleich zu einer weniger strikten Einstellung unter 140 mmHg klinisch keinen Vorteil. Die stärkere Blutdrucksenkung ergab nach knapp fünf Jahren keinen signifikanten Unterschied bei den kardiovaskulären Ereignissen. Daher rät die ESH in ihrer Leitlinie, die antihypertensive Therapie ab einem Blutdruck über 140 mmHg zu beginnen, bei Endorganschäden über 130 bis 139 mmHg. Bei Patienten über 80 Jahre ist ein systolischer Wert unter 150 mmHg anzustreben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »

Urologen befeuern Diskussion um Herztoddiagnostik

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie fordert große Reformen bei der Organspende. DGU-Präsident Professor Paolo Fornara erläutert im Interview, welche Neuregelungen seiner Meinung nach dringend nötig sind. mehr »