Diabetes

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Der Diabetespatient in der Notfallversorgung – Synopsis für den ambulanten Sektor, den Rettungsdienst und die Notaufnahme

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 22.05.2012

Hohes Asthmarisiko bei Diabetes

BERLIN (eb). Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist im Vergleich zu Menschen ohne diese Stoffwechselkrankheit das Asthmarisiko verdoppelt.

Diabetiker sollten deshalb auf ihr Asthmarisiko achten und umgekehrt Asthmakranke auf Diabetes untersucht werden, betont die Organisation diabetesDE in einer Mitteilung.

"Als eine gemeinsame Ursache für beide Erkrankungen gilt Übergewicht", sagt Dr. Christian Berg von diabetesDE.

Weitere Gründe sind nach Angaben des Internisten am Universitätsklinikum Essen: Bei Asthma werden aufgrund der chronischen Atemwegsentzündung vermehrt Entzündungsmediatoren ins Blut abgegeben. Dies könnte die Entstehung von Typ-2-Diabetes begünstigen.

Und schließlich können kortisonhaltige Inhalationssprays, besonders wenn sie hoch dosiert werden, den Blutzuckerspiegel erhöhen. Bei Menschen mit Diabetes wiederum beeinträchtigt ein erhöhter Blutzucker das Immunsystem.

So blockieren überschüssige Glukosemoleküle unter anderem Rezeptoren von Immunzellen. Dadurch sind Diabetiker anfälliger für Infektionen, vor allem auch in der Lunge.

Berg empfiehlt, Typ-2-Diabetiker regelmäßig auf Husten oder Atemwegsprobleme anzusprechen, die nicht auf eine akute Erkältung zurückzuführen sind. Und Patienten mit Asthma sollten auf einen möglicherweise zusätzlich bestehenden Typ-2-Diabetes untersucht werden.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Wenn Frauen beim Sex Urin verlieren

Unwillkürlicher Urinabgang beim Geschlechtsverkehr tritt bei Frauen öfter auf, als viele glauben. Gesprochen wird darüber nur selten. Dabei könnte den Betroffenen geholfen werden. mehr »

Aufgeschlossen, aber schlecht informiert

Jugendliche und junge Erwachsene halten sich beim Thema Organspende für eher schlecht informiert. Trotzdem sind sie dafür wesentlich aufgeschlossener als Ältere. mehr »

Hirnschaden durch zu viel Selen

Fast blind und dement kommt eine Frau zum Arzt. Dieser findet das Problem: Sie hat lange viele Selenpillen geschluckt. Die Nahrungsergänzung schädigte ihr Hirn dauerhaft. mehr »