Ärzte Zeitung, 27.05.2005

Antikörper kann Psoriasis zurückdrängen

Wirkt Efalizumab initial, profitieren Patienten zusätzlich von einer Dauertherapie

DRESDEN (grue). Patienten mit Psoriasis brauchen eine Langzeittherapie, die sie dauerhaft von den chronisch-entzündlichen Hautläsionen befreit. Gute Therapieerfolge werden mit Efalizumab erzielt.

Vor der Antikörper-Therapie hatte dieser Patient mit Psoriasis schwere Effloreszenzen am ganzen Körper. Fotos (2). Serono GmbH

Nach zwölf Wochen Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Efalizumab sind die umfangreichen Hauterscheinung so gut wie abgeheilt.

Efalizumab (Raptiva®) ist ein monoklonaler Antikörper, der wesentliche Schritte der T-Zell-vermittelten Entzündung bei Psoriasis blockiert. In den auf drei Monate angelegten Zulassungsstudien besserte sich die Plaque-Psoriasis bei jedem vierten Patienten um mindestens 50 Prozent.

Das sagte Professor Gottfried Wozel von der Universitätshautklinik Dresden bei einer Veranstaltung des Unternehmens Serono in Dresden. Für Efalizumab sei darüber hinaus die Sicherheit und Wirksamkeit über drei Jahre dokumentiert.

"Patienten, bei denen Efalizumab initial wirkt, können den Effekt durch eine Langzeittherapie noch steigern", so Wozel. Bestätigt habe das eine offene Drei-Jahres-Studie bei Patienten, bei denen eine zunächst auf drei Monate begrenzte Efalizumab-Therapie erfolgreich gewesen war.

Sie erhielten eine als Erhaltungstherapie definierte Dauerbehandlung mit einer Efalizumab-Injektion pro Woche. Dadurch habe sich der Anteil von Patienten mit 75prozentiger Besserung des Befundes verdoppelt, sagte Wozel. "Besonders durch die Langzeittherapie rückt für diese Patienten ein normales Leben in greifbare Nähe".

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