Ärzte Zeitung, 13.05.2004

Bruno-Kisch-Preis für zwei Herz-Kreislauf-Forscher

Wichtige Arbeiten zu Herzinsuffizienz und Ionenströmen

Dr. Lars Maier (l.) und Dr. Joachim Ehrlich sind diesmal die Preisträger des Bruno-Kisch-Preises. Foto: FvW

NEU-ISENBURG (eb). Mit dem vom Unternehmen Trommsdorff gestifteten Bruno-Kisch-Preis sind in diesem Jahr zwei junge Herz-Kreislauf-Forscher ausgezeichnet worden.

Einer der Preisträger ist Dr. Lars S. Maier aus Göttingen. Er konnte zeigen, daß die zytosolische DeltaC Isoform der Ca2+-Calmodulin Kinase II (CaMKII) durch Überexpression im transgenen Mausmodell zu kardialer Hypertrophie und zu Herzinsuffizienz führt.

Ursächlich für die daraus resultierende kontraktile Dysfunktion scheint ein neuartiges, CaMK II-bedingtes Ca2+-Leck aus dem intrazellulären Ca2+-Speicher zu sein (Circ Res 92, 2003, 904).

Ausgezeichnet wurde auch Dr. Joachim Ehrlich aus Frankfurt. Er befaßte sich mit Ionenströmen, die das kardiale Aktionspotential beenden. So kann sich das Herz nach einem Herzschlag auf den nächsten vorbereiten. Gewisse Ionenströme sorgen für die Wiederherstellung des Urzustandes. Ehrlich untersuchte Interaktionen zwischen zwei Ionenströmen, die physiologisch bedeutsam sein könnten (J Biol Chem 279, 2004, 1233).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »