Kardiologie

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Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

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Ärzte Zeitung, 05.08.2005

Valsartan erobert zwei neue Indikationsgebiete

Jetzt auch bei chronischer Herzinsuffizienz sowie bei Herzinsuffizienz nach Myokardinfarkt zugelassen

FRANKFURT AM MAIN (sko). Der AT1-Rezeptorantagonist Valsartan hat zwei neue Indikationsgebiete erschlossen: Zugelassen ist er jetzt auch zur Therapie bei chronischer Herzinsuffizienz und zur Behandlung nach Myokardinfarkt, wenn sich als Komplikation eine linksventrikuläre Dysfunktion und/oder Herzinsuffizienz entwickelt hat.

Zehn bis 15 Prozent der Patienten, die einen Herzinfarkt überleben, sterben im ersten Jahr danach. Eine optimale Therapie nach dem akuten Geschehen ist also extrem wichtig, wie Professor Helmut Drexler aus Hannover bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main betonte.

"Doch nur die Hälfte der Patienten wird mit einem Hemmstoff des Renin-Angiotensin-Systems versorgt", sagte Drexler bei der von den Unternehmen Novartis, Schwarz Pharma und AWD.pharma organisierten Veranstaltung.

Und das ist fatal, denn ACE-Hemmer verbessern die Prognose nach Herzinfarkt deutlich. Nach Ergebnissen einer Metaanalyse von drei Studien war damit die Sterberate um 26 Prozent im Vergleich zu Placebo reduziert worden.

Dem steht Valsartan in nichts nach, wie Ergebnisse der 2003 veröffentlichten VALIANT-Studie belegen. In der Studie erhielten 14703 Patienten mit Myokardinfarkt und Herzinsuffizienz/linksventrikulärer Dysfunktion zwei Jahre lang entweder Valsartan, Captopril oder die Kombination aus beiden Wirkstoffen. Es gab keine Unterschiede im Einfluß auf die Sterberaten, auch nicht für die Kombination.

Die Zulassung von Valsartan für die Therapie bei chronischer Herzinsuffizienz beruht auf Ergebnissen der 2001 publizierten Val-HeFT-Studie. Darin reduzierte Valsartan (in Deutschland als Diovan®, Provas® und Cordinate® erhältlich) zusätzlich zur Standardtherapie die Mortalitätsrate bei Patienten, die keinen ACE-Hemmer erhielten, um 33 Prozent.

"Für Valsartan haben wir eine Datenbasis aus kontrollierten Studien wie für keinen anderen AT1-Blocker", so Drexler.

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