Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 21.10.2010

Zusatztherapie für tiefe Thrombosen

Die perkutane endovenöse Intervention zusätzlich zur Antikoagulation senkt bei tiefer Beinvenenthrombose offenbar das Risiko für ein postthrombotisches Syndrom.

Zusatztherapie für tiefe Thrombosen

Zusatztherapie für tiefe Thrombosen

Bei tiefen Beinvenenthrombosen können perkutane Interventionen zusätzlich zur Antikoagulation einen Vorteil haben.

© Thrombose-Initiative e.V.

WASHINGTON (ob). Durch eine aggressive perkutane Intervention zur raschen Beseitigung des Thrombus lassen sich die Spätfolgen einer tiefen Beinvenenthrombose möglicherweise besser verhindern als durch Antikoagulation allein.

Das legen zumindest die Ergebnisse einer Studie nahe, die Dr. Mohsen Sharifi aus Mesa/Arizona beim Kongress TCT 2010 in Washington vorgestellt hat. An dieser TORPEDO* genannten Studie sind 183 Patienten mit symptomatischer proximaler tiefer Beinvenenthrombose beteiligt, die randomisiert zwei Behandlungsgruppen zugeteilt worden sind.

Eine Hälfte erhielt standardgemäß eine antikoagulatorische Therapie. Bei den übrigen Teilnehmern wurde zusätzlich eine als perkutane endovenöse Intervention (PEVI) bezeichnete Behandlung vorgenommen, bei der diverse Verfahren wie Thrombolyse per Katheter, Thrombus-Aspiration, Ballon-Venoplastie und Stenting zum Einsatz kamen. Alle Patienten der PEVI-Gruppe erhielten zudem Vena-cava-Filter.

Primärer Endpunkt war die Entwicklung eines postthrombotischen Syndroms (PTS). Nach einer Beobachtungsdauer von 30 Monaten war die PTS-Inzidenz in der PEVI-Gruppe signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe mit alleiniger Antikoagulation (6,8 versus 29,6 Prozent). Diese Reduktion betraf vorwiegend mild ausgeprägte PTS-Formen (4,5 versus 18,5 Prozent).

Auch die Rate aller rezidivierenden venösen Thromboembolien wurde durch die zusätzliche PEVI-Behandlung signifikant verringert (4,5 versus 16 Prozent). In Bezug auf die Dauer des Klinikaufenthaltes schnitt die PEVI-Gruppe ebenfalls besser ab (2,7 versus 5,8 Tage).

*TORPEDO: Thrombus Obliteration by Rapid Percutaneous Endovenous Intervention in Deep Venous Occlusion

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »