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Fortschritt bei Malaria - 2003 sind weniger Bundesbürger erkrankt

NEU-ISENBURG (Smi). Im vergangenen Jahr sind in Deutschland weniger Menschen an Malaria erkrankt als im Jahr zuvor. 819 Patienten sind dem Robert Koch Institut (RKI) gemeldet worden, 40 weniger als 2002, wie das RKI in seinem Epidemiologischen Bulletin mitteilt.

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Die Inzidenz lag 2003 bei einem Erkrankten pro 100 000 Einwohner. Zwar ist die Zahl der Neu-Infektionen die niedrigste der vergangenen fünf Jahre - doch ein eindeutiger Trend sei nicht zu beobachten, stellt das RKI klar.

Eine günstige Entwicklung dagegen gebe es im Hinblick auf die Sterblichkeit bei Malaria. Bis 1999 seien etwa 20 Patienten pro Jahr an der Infektionskrankheit gestorben, im vergangenen Jahr waren es fünf, im Jahr zuvor nur drei. Die Sterblichkeit liege jetzt dicht am europäischen Durchschnitt von 1,1 Prozent, auch ein Verdienst der Hausärzte.

Die meisten Patienten (566 oder 87 Prozent) haben sich in afrikanischen Ländern - hier vor allen in Ghana, Nigeria, Kenia und Kamerun - mit Plasmodien infiziert. Das Malaria-Risiko in asiatischen Ländern ist deutlich geringer (48 Erkrankte). Die Hälfte der im vergangenen Jahr an Malaria Erkrankten waren Deutsche. 77 Prozent von ihnen infizierten sich während des Urlaubs mit dem Erreger, acht Prozent bei einer Geschäftsreise, 15 Prozent bei humanitären Einsätzen, Forschungsreisen, Militäreinsätzen oder als Mitarbeiter im Tourismus.

Etwa drei Viertel der Betroffenen, so das RKI, hatte zuvor keinerlei Medikamente zur Malaria-Prophylaxe konsumiert. Viele andere Patienten hätten während der Chemoprophylaxe die verordneten Medikamente nur unregelmäßig oder für zu kurze Zeit eingenommen.

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