Direkt zum Inhaltsbereich

Dengue in Sri Lanka

Mückenschutz beachten!

Vom Dengue-Ausbruch in Sri Lanka sind Touristen bislang wenig betroffen. Schützen sollten sich Reisende dennoch.

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. In Sri Lanka wurden landesweit bislang 122.384 Dengue-Fieber-Infektionen gemeldet, das sind doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Mindestens 327 Menschen sind gestorben, meldet das CRM Centrum für Reisemedizin.

Es rät Reisenden zum Schutz durch entsprechende Kleidung und mückenabweisende Substanzen mit DEET (Diethyltoluamid) in einer Konzentration von mindestens 30 Prozent auf der Haut. Reisende sollten sich zwar schützen, sind aber bisher wenig betroffen.

In Sri Lanka besteht ganzjährig ein Risiko für eine Dengue-Infektion, insbesondere während und nach der Regenzeit. "Starke Regenfälle im Mai haben die Ausbreitung der Infektionen begünstigt", erklärt Professor Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM in der Mitteilung. "Am stärksten betroffen ist die Westprovinz mit den Verwaltungsdistrikten Colombo, Gampaha und Kalutara, weniger die touristischen Gebiete."

Einsturn einer Müllkippe befeuert Dengue

In der Hauptstadt Colombo ist im April die größte Müllkippe des Landes eingestürzt, seitdem wird der Müll in der Stadt nur unzureichend entsorgt. Dies bietet der asiatischen Tigermücke, die das Dengue-Virus übertragen, ideale Brutbedingungen und lässt ihre Zahl stark steigen.

Das Gesundheitsministerium von Sri Lanka hat die Bevölkerung daher zu verstärkten Maßnahmen zur Eliminierung von Mückenbrutplätzen aufgefordert. "Die Zahl der Neuinfektionen geht zwar langsam zurück", so Jelinek. "Für Sri Lanka raten wir wie für ganz Südostasien Reisenden aber immer zum Schutz vor den Überträger-Mücken."

Ein sorgfältiger Schutz sei gegenwärtig auch für Thailand-Reisende besonders wichtig: "Thailand berichtet die höchsten Fallzahlen für Dengue-Fieber seit 20 Jahren", so Jelinek. In diesem Jahr wurden bereits 25.950 Erkrankungen und 34 Todesfälle gemeldet.

"Anders als in Sri Lanka sind dort vor allem auch touristische Zentren wie Bangkok und die Provinz Chiang Mai im Norden betroffen", so Jelinek. Als Hauptübertragungszeit gelten zwar die Monate Juli und August, ein Infektionsrisiko bestünde aber ganzjährig. (eb)

Mehr zum Thema

Primäre und sekundäre Formen

Immundefekte erkennen: So klappt’s in der Praxis

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leitlinie

Wie Sie Schmerzen bei Demenz-Patienten erkennen

Gegen Über- und Unterversorgung

„Klug entscheiden“-Empfehlung zu Vorhofflimmern: Das steht drin

Lesetipps
Ein verschrumpelter roter Luftballon mit ganz wenig Luft.

© Jörg Lantelme / Stock.adobe.com

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen