Gezielte Therapie gegen die Gefäße von Tumoren

NEU-ISENBURG (eb). Mit einem Stipendium der Novartis-Stiftung für therapeutische Forschung ist Dr. Sebastian Strieth vom Universitätsklinikum München ausgezeichnet worden. Sein Forschungsziel ist die Zerstörung von Gefäßen in Tumoren.

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Die Arbeitsgruppe um Strieth hat dazu positiv geladene Liposomen hergestellt, die einfach mit einem Chemotherapeutikum beladen werden können. In Tierversuchen stellte sich bereits heraus, daß solche Liposomen die negativ geladenen Gefäßinnenwände von Tumoren tatsächlich erreichen und dazu beitragen, daß die Gefäße dort absterben.

Ziel der Therapie sind die sich schnell teilenden Endothelzellen. Sie teilen sich zwischen 50- und 1000mal häufiger als in Gefäßen von gesundem Gewebe. Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt, gibt es Hinweise dafür, daß die Therapie mit den Liposomen Thrombozyten aktiviert und die Gefäße verschließt.

Inzwischen wurden kleine Studien mit Krebspatienten begonnen, bei denen die herkömmliche Therapie versagt hat. In ihnen soll die beste Dosis ermittelt und die Verträglichkeit der Therapie mit den Liposomen geprüft werden. Unklar sei allerdings, wie sich die Behandlung auf den Stoffwechsel der Tumoren auswirkt. Strieth will nun prüfen, ob sich etwa der pH-Wert oder die Sauerstoff-Verhältnisse durch die Behandlung verändern.

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