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US-Forscher bestätigen

Mehr Darmkrebs bei Jüngeren

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ATLANTA. Darmkrebs trifft in vielen Ländern immer häufiger jüngere Erwachsene im Alter unter 50 Jahren, bestätigt die US-amerikanischen Krebsgesellschaft (Gut 2019; online 5. September ). Die Studie der US-Forscher berücksichtigt Daten aus 43 Ländern weltweit. Sie erfasst erstmals das Vorkommen von Darmkrebs bei 20- bis 49-Jährigen sowie bei ab 50-Jährigen weltweit.

Innerhalb von zehn Jahren blieb die Darmkrebsrate bei unter 50-Jährigen in 14 von 36 untersuchten Ländern stabil. In drei Ländern ging die Rate zurück, in 19 Ländern stieg sie an. Neun dieser 19 Länder – allesamt Staaten mit vergleichsweise hohen Einkommen – verzeichnen gleichzeitig mit dem Anstieg bei Jüngeren sinkende oder konstante Fallzahlen bei Älteren: Australien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Schweden, Slowenien und die USA.

Über die Ursachen des neuen Trends bei Jüngeren weiß man noch wenig. Die Studienautoren diskutieren veränderte Lebens- und Ernährungsstile, weil in vielen Ländern westliche Lebensweisen angenommen werden und stark verarbeitete Lebensmittel und Fastfood sich zunehmend verbreiten.

Zudem vergleicht die Studie Darmkrebsraten in verschiedenen Ländern:In Südkorea trat Darmkrebs demnach zwischen 2008 und 2012 jährlich bei 12,9 von 100.000 unter 50-jährigen Einwohnern auf. Das Land liegt damit an der Spitze bei den Erkrankungsraten jüngerer Erwachsener. Die wenigsten Erkrankungen hat die Stadt Chennai in Indien mit nur 3,5 jüngeren Erkrankten pro 100.000 Einwohner. Deutschland liegt mit 7,7 Erkrankten im oberen Mittelfeld. (dpa)

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